FIH Pro League 2026 in Berlin
HONAMAS setzen sich in einem packenden Thriller im Penalty Shootout gegen Spanien durch
25. June 2026
In einem spannungsgeladenen Aufeinandertreffen setzen sich die deutschen Hockey-Herren am Ende verdient nach mehr als 60 Minuten gegen Spanien durch.
Tore:
0:1 Bruno Font (14. Minute)
1:1 Linus Müller
1:2 Guillermo Fortuno (46.)
2:2 Tom Grambusch (50.)
3:2 Benedikt Schwarzhaupt (54.)
3:3 Pepe Cunill (60.)
Penalties:
x Thies Prinz
3:4 Xavier Gispert
4:4 Christopher Rühr (7m)
x Jordi Bonastre
5:4 Michel Struthoff
x Marc Miralles
6:4 Raphael Hartkopf
x Bruno Font
Die erste Hälfte:
Gleich zu Beginn spielte Deutschland nach vorne und erarbeitete sich die erste Strafecke in der 3. Minute. Den Abschluss von Kapitän Tom Grambusch konnte Keeper Rafael Revilla allerdings parieren. Mit der nächsten Chance erzielte Deutschland dann den vermeintlichen Führungstreffer durch Hugo von Montgelas nach einer tollen Kombination über Linus Müller und Niklas Bosserhoff. Bosserhoff hatte den Ball allerdings mit der runden Seite seines Schlägers vor das Tor gebracht und es blieb beim 0:0-Zwischenstand. Das Team von Trainer André Henning blieb weiter am Drücker und kombinierte sich immer wieder sehenswert ins letzte Viertel des Spielfeldes. In der 13. Minute fiel das Tor aber auf der anderen Seite. Konnte Joshua Onyekwue Nnaji sich im deutschen Kasten bei der ersten spanischen Chance das erste Mal auszeichnen, war er beim zweiten Versuch nach der spanischen Rückeroberung des Balles machtlos. Bruno Font begrub den Ball aus halblinker Position unter Onyekwue Nnaji und erzielte die 1:0-Führung für Spanien aus dem Nichts. Auf einmal boten sich den Spaniern Räume im Umschaltspiel und Deutschland musste zusehen schnell hinter den Ball zu kommen.
Kurz nach Wiederanpfiff hatte Tom Grambusch zunächst die nächste Abschlusschance nach einer Strafecke, umgehend ergab sich die Chance auf der anderen Seite und Onyekwue Nnaji stand auf dem Posten. In der 23. Minute hatte Deutschland nach einer tollen Kombination über die Grundlinie die nächste Großchance, die scharfe Hereingabe von Bosserhoff verpasste Stürmer Raphael Hartkopf allerdings knapp.
Die zweite Hälfte:
Die Deutschen hatten sich sichtbar viel vorgenommen für die zweite Hälfte und liefen von Anfang an aggressiv an. Der Ausgleichstreffer für Deutschland kam jedoch durch eine Strafecke. Benedikt Schwarzhaupts Abschluss konnte Keeper Revilla noch abwehren. Der Nachschuss von Malte Hellwig ging ihm allerdings durch die Beine und Linus Müller drückte den verlangsamten Torschuss ins Tor (36.). Nach dem Ausgleichstreffer nahm sich das Spiel eine kleine Pause und Torraumszenen waren rar. Kein Team wollte so richtig ins Risiko gehen. Kurz vor dem Pausenpfiff kassierte Marc Reyne eine gelbe Karte und musste fünf Minuten auf der Bank Platz nehmen.
In dem Wissen um die Überzahl versuchte Deutschland sich mit dem Wiederanpfiff in die Hälfte von Spanien zu dribbeln. Einen deutschen Querpass konnte Guillermo Fortuno allerdings abfangen. überlief Kapitän Grambusch und ging allein auf das Tor zu. Dort angekommen schob er trocken ins lange Eck zum 2:1-Führungstreffer für Spanien (46.) ein. Die deutsche Antwort ließ nicht lange auf sich warten und Grambusch schob seinerseits einen Abschluss nach Strafecke trocken ins spanische Tor ein zum Ausgleichstreffer (50.). Spätestens jetzt war es ein völlig offenes Duell zwischen zwei Teams, die aus dem Nichts Dynamik entfalten konnten. Die nächste deutsche Strafecke saß ebenfalls und Schwarzhaupt erzielte den 3:2-Führungstreffer mit seinem Abschluss halbhoch ins lange Eck (54.). Das deutsche Team hielt den Bemühungen der Spanier den alten Spielstand wiederherzustellen bis in die 60. Minute stand. Eine umstrittene Strafecke brachte tatsächlich noch eine weitere Wendung und den 3:3-Gleichstand. Pepe Cunill fälschte den Ball unhaltbar ab und brachte das Spiel noch in den Penalty Shootout.
Penalty Shootout:
In diesem begann Thies Prinz als erster Schütze und scheiterte an Revilla. Xavier Gispert antwortete mit dem 1:0-Treffer für Spanien im Shootout. Justus Warweg trat als nächster deutscher Schütze an, wurde bei seinem Abschluss gefoult und Deutschland bekam den Siebenmeter zugesprochen. Christopher Rühr verwandelte sicher und stellte auf 1:1. Jordi Bonastre wurde von Joshua Onyekwue Nnaji vom Ball getrennt und scheiterte bei seinem Penalty. Michel Struthoff wartete lange mit seiner Entscheidung beim Penalty, konnte Revilla aber umkurven und den Ball sicher ins leere Tor legen. Marc Miralles wurde als nächster spanischer Schütze ebenfalls sauber von Onyekwue Nnaji vom Ball getrennt und konnte seinen Penalty nicht verwandeln. Für den vierten deutschen Penalty trat Raphael Hartkopf an und konnte Revilla mit einer Körpertäuschung überlegt ins Leere springen lassen und traf zum 3:1 nach Penalties. Den entscheidenden Penalty antizipierte Onyekwue Nnaji erneut mit einer starken Reaktion frühzeitig und trennte Bruno Font vom Ball.
Die Szene des Spiels:
Der 3:2-Treffer von Benedikt Schwarzhaupt mit einem Vorzeige-Strafeckenabschluss. Rechts halbhoch versenkt er den Ball im spanischen Kasten und vollendet damit das zwischenzeitliche deutsche Comeback im vierten Viertel.
Die Stimmen zum Spiel:
Bundestrainer André Henning: „Das war über weite Strecken eine ganz starke Leistung. Vor allem in der Offensive haben wir sehr viele gute Lösungen gefunden. Wir hatten früh unsere Chancen und Ecken. Taktisch macht die Mannschaft hier einen riesengroßen Schritt. Einziges Manko ist, dass wir nicht direkt drei Punkte einfahren. Da brauchen wir etwas mehr individuelle Stabilität. Der zweite Sieg in Folge wird uns in unserem Prozess guttun.“
Der Ausblick:
Für die deutschen Hockey-Herren geht es als Nächstes gegen Argentinien am Samstagmittag, den 27.06. um 13:30 Uhr (live und kostenlos auf MagentaSport), bei der FIH Pro League in Berlin weiter.