FIH Pro League 2026 in Berlin
DANAS überrollen China 5:1 zum Abschluss der FIH Pro League 2026 in Berlin
28. June 2026
Die deutschen Hockey-Damen überrollen China im letzten Viertel und beenden die FIH Pro League 2026 in Berlin mit vier Siegen aus vier Spielen.
Tore:
0:1 Lilly Stoffelsma (46. Minute)
0:2 Jette Fleschütz (47.)
0:3 Sophia Schwabe (57.)
0:4 Sara Strauss (58.)
1:4 Jinzhuang Tan (59.)
1:5 Sonja Zimmermann (60.)
Die erste Hälfte:
In die erste Halbzeit starteten die DANAS furios und die erste deutsche Torchance kam in der 1. Minute. Felicia Wiedermann setzte sich über die Grundlinie durch und bediente Emilia Landshut, deren Abschluss traf den Pfosten und dieser verhinderte die frühe deutsche Führung. Im Anschluss machten die deutschen Hockey-Damen weiter Druck und gingen auf hohe Balleroberungen. Ende des ersten Viertels kamen auch die Chinesinnen zu ersten Chancen. Nach einer Torannäherung in der 10. Minute musste sich Nathalie Kubalski in der 13. Minute das erste Mal beweisen nach einem Fehlpass von Linnea Weidemann und parierte.
Das zweite Viertel begann mit einer Großchance für Deutschland durch Sophia Schwabe, die sich über die Grundlinie in Position brachte und aus spitzem Winkel Torhüterin Ping Liu zu einer Glanztat zwang. Wieder auf der anderen Seite scheiterte ein chinesischer Konter in der 20. Minute an Keeperin Kubalski. Zur Mitte des zweiten Viertels hatte China mehr Momentum und Kubalski musste in der 28. Minute einen Schuss von Ying Zhang abwehren.
Die zweite Hälfte:
Die DANAS hatten auch in der zweiten Hälfte weiterhin mehr Ballbesitz, der berühmte letzte Pass kam jedoch selten an. China kam auf der anderen Seite zu weiteren Chancen. Zhang zielte auf das linke obere Eck bei ihrem Abschluss, Kubalski reagiert beim Abschluss ins kurze Eck erneut hervorragend. In der 43. Minute hatte Deutschland die nächste gute Chance nach einer Strafecke, Ines Wanners Abschluss konnten Torhüterin Ping Liu und Verteidigerin Jinzhuang Tan mit vereinten Kräften allerdings entschärfen.
Kurz nach Wiederanpfiff bekamen die DANAS eine Strafecke zugesprochen und Lilly Stoffelsma erzielte nach einem perfekten Eckenablauf den 1:0-Führungstreffer mit einem halbhohen Schlenzer ins kurze Eck. Kurz darauf bekam auch China eine Ecke zugesprochen, diese führte aber nicht zum chinesischen Ausgleichstreffer, sondern zur deutschen 2:0-Führung. Deutschland führte den Abschlag nach der nicht verwandelten Strafecke schnell aus und kam über Wiedermann und Fleschütz auf der rechten Seite nach vorne. Fleschütz spielte Sara Strauss auf der Grundlinie an, diese drehte sich in den Schusskreis ein, spielte über die Rückhand auf die einlaufende Fleschütz weiter und Fleschütz brachte den Ball mit einem flachen Schuss im Tor unter (47.). Mitte des letzten Viertels nahmen die Chinesinnen ihre Torhüterin zugunsten einer weiteren Feldspielerinnen aus dem Tor. Nach einem chinesischen Vorstoß vier Minuten vor Schluss konterten die DANAS allerdings mustergültig und Wiedermann öffnete das Feld mit einem Querpass auf Strauss, die wiederum Schwabe in den Lauf spielte. Diese lief alleine auf das Tor zu und erzielte den Treffer zum 3:0. Eine Minute später waren Wiedermann und Schwabe auch beim 4:0-Treffer involviert und intiierten den nächsten Konter der Deutschen. An dessen Ende spielte Johanna Hachenberg einen perfekten Pass in den Lauf von Sara Strauss, die kurz hinter der Schusskreiskante noch zum 4:0 einschob. Kurz darauf bekam China in der 59. Minute noch eine Ecke zugesprochen, die Jinzhuang Tan zum 1:4-Ehrentreffer aus chinesischer Sicht verwandelte. Das war aber noch nicht der Schlusspunkt. Den Schlusspunkt setzte aber wiederum eine deutsche Strafecke, die Sonja Zimmermann zielsicher zum 5:1-Endstand verwandelte.
Die Szene des Spiels:
Das 2:0 von Jette Fleschütz nach einer tollen Kombination mit Sara Strauss und dem endgültigen Dosenöffner für das Sechs-Tore-Spektakel im letzten Viertel.
Die Stimmen zum Spiel:
Bundestrainerin Janneke Schopman: „Die Mannschaft, die ich sehe, ist eine, die immer kämpft, vorangeht und ihre Stärken ausspielt. Wir können noch besser sein, aber das, was ich mir wünsche.“
Kapitänin Linnea Weidemann: „Die erste Halbzeit war anstrengend. Wir haben aus dem Ballbesitz viele Bälle hergeschenkt, sind hinterher gerannt, aber das ist dann besser geworden in der zweiten Halbzeit. Für die WM gibt das Selbstbewusstsein, dass wir Spiele spät entscheiden können und dass wir den Deckel drauf machen können. Richtung WM ist es auch ein Ausrufezeichen für andere Nationen, dass wir Spiele gewinnen und konstanter geworden sind.“