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Der Nachbericht zur FIH Pro League 2026 in Berlin

DHB-Teams trotz Hitze in Berlin erfolgreich

29. June 2026

Die FIH Pro League 2026 machte vom 23. bis 28. Juni Station in Berlin und bot auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld sechs Tage internationalen Spitzenhockeys. Aus deutscher Sicht verlief die Heim-Stage zweigeteilt: Während die DANAS mit einer makellosen Bilanz überzeugten, zeigten die HONAMAS ein wechselhaftes Turnier mit spektakulären Spielen, aber auch einer Niederlage im letzten Spiel.

DANAS: Vier Siege und ein starkes Signal Richtung WM

Die deutschen Hockey-Damen präsentierten sich in Berlin in bestechender Form und gewannen alle vier Partien – ein wichtiger Schritt für Selbstvertrauen und Entwicklung mit Blick auf die anstehende Weltmeisterschaft.

Bereits zum Auftakt gegen Irland kontrollierten die DANAS das Spielgeschehen über weite Strecken und setzten sich am Ende verdient mit 2:0 durch. Trotz starker Defensivleistung der Irinnen fiel die Entscheidung erst im Schlussviertel, als Deutschland seine Chancen konsequenter nutzte.

Auch im zweiten Duell mit Irland bewies das Team mentale Stärke: Nach einer intensiven und phasenweise ausgeglichenen Partie entschieden die DANAS die Begegnung in einer turbulenten Schlussphase mit 3:1 für sich.

Gegen China zeigte die Mannschaft zwei Gesichter, nahm aber in beiden Spielen die Punkte mit. Beim knappen 2:1-Sieg überzeugte vor allem die Spielkontrolle und Effizienz in entscheidenden Momenten. Im Rückspiel folgte der spektakuläre Abschluss: Beim 5:1-Erfolg drehten die DANAS insbesondere im letzten Viertel auf und erzielten gleich mehrere Treffer innerhalb kurzer Zeit.

Mit vier Siegen aus vier Spielen beendeten die DANAS die Berlin-Stage und verbesserten sich damit insgesamt in der Pro-League-Tabelle deutlich auf Platz 5 – ein klares Ausrufezeichen im Saisonendspurt.

HONAMAS: Spektakel, Comebacks und ein Dämpfer zum Abschluss

Die deutschen Herren starteten stark in das Heimturnier und lieferten vor allem gegen Argentinien und Spanien mehrere hochklassige und enge Spiele.

Gegen Argentinien gelang ein knapper 2:1-Erfolg in einem taktisch geprägten Duell, in dem sich die HONAMAS geduldig zeigten und ihre Chancen effizient nutzten. Darüber hinaus bewies das Team im zweiten Aufeinandertreffen große Moral: Nach einem intensiven Spielverlauf rettete sich Deutschland ins Penalty-Shootout und entschied dieses dank starker Torhüterleistung für sich.

Auch gegen Spanien lieferten die HONAMAS zunächst ein packendes Spiel und konnten sich in einem engen und umkämpften Duell durchsetzen.

Doch trotz dieser Erfolgserlebnisse zeigte sich die fehlende Konstanz: Im abschließenden Spiel gegen Spanien folgte ein deutlicher 2:5-Rückschlag. Nach einer guten Anfangsphase verloren die Deutschen vor allem kurz vor der Halbzeit den Zugriff, sodass Spanien das Spiel drehte und anschließend konsequent ausbaute.

Gesamtfazit: Gelungene Standortbestimmung vor der WM

Die Heimstation der FIH Pro League in Berlin bot für beide deutschen Nationalteams wichtige Erkenntnisse:

  • DANAS: Mit vier Siegen demonstrierten sie ihre Qualität und Effizienz – insbesondere in entscheidenden Spielphasen. Die Mannschaft zeigte sich eingespielt, mental stabil und offensiv variabel.
  • HONAMAS: Trotz spielerischer Highlights und großer Moral offenbarte das Team Schwankungen in der Konstanz und Defensive, die insbesondere gegen Spanien sichtbar wurden.

Für beide Teams stand weniger der Tabellenplatz als vielmehr die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im Fokus. Die DANAS konnten dabei ein klares Momentum aufbauen, während die HONAMAS wichtige Lehren aus einem intensiven Turnier ziehen dürften.

Ausblick

Mit Blick auf die WM im August bleibt festzuhalten:

  • Die DANAS haben sich in Berlin als gefestigtes Top-Team präsentiert.
  • Die HONAMAS verfügen über großes Potenzial, müssen jedoch ihre Leistung stabilisieren.

Die FIH Pro League 2026 in Berlin war damit nicht nur ein stimmungsvoller Saisonabschluss, sondern vor allem eine wertvolle Standortbestimmung auf dem Weg zum nächsten internationalen Höhepunkt.

Außersportliches

Neben den sportlichen Leistungen prägten auch die äußeren Bedingungen das Turnier deutlich. Während der sechs Spieltage herrschten teils extreme Temperaturen – auf dem Kunstrasen wurden Spitzenwerte von über 45 Grad erreicht. Spielerinnen und Spieler beider Teams mussten daher physisch an ihre Grenzen gehen, was sich insbesondere in intensiven Schlussphasen und wechselhaften Spielverläufen widerspiegelte.

Gleichzeitig stellte die Hitze auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer eine große Herausforderung dar. Der Deutsche Hockey-Bund reagierte darauf mit gezielten Maßnahmen, um den Besuch der Spiele so angenehm wie möglich zu gestalten. Dazu gehörten unter anderem eingerichtete Sprühnebel-Stationen zur Abkühlung, zusätzliche Schattenbereiche sowie angepasste Abläufe im Stadion. Diese Angebote wurden von den zahlreichen Fans gut angenommen und trugen dazu bei, trotz der extremen Bedingungen eine positive und stimmungsvolle Atmosphäre aufrechtzuerhalten.

Der DHB dankt dem Berliner HC und dem TSV Zehlendorf 1888 sowie allen ehrenamtlichen Helfer*innen für die Unterstützung bei der Umsetzung dieses erfolgreichen Turniers!

Alle Spiele unserer Danas und Honamas live und kostenfrei

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