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Hallen-EM 2026 in Prag

Hallen-DANAS sichern sich Halbfinalticket mit 5:3-Sieg gegen Belgien

17. January 2026

Mit einem höchst dramatischen Comeback-Sieg gegen Belgien sichert sich das deutsche Team den Halbfinaleinzug. Der Spielfilm.

Torschützinnen:

0:1 Claire Berry (5. Minute)

0:2 Margaux Coudron (6.)

0:3 Helene Delva (18.)

1:3 Charlotte Gerstenhöfer (21.)

2:3 Philine Drumm (24.)

3:3 Charlotte Gerstenhöfer (29.)

4:3 Maike Scheuer (32.)

5:3 Charlotte Gerstenhöfer (40.)

Die erste Hälfte:

Die Hallen-DANAS erwischten einen guten Start und bauten klug und geduldig auf gegen einen tiefen belgischen Block. Aus dem Nichts schlugen allerdings die Belgierinnen zu. Mit einem Schnittstellenpass in den Halbraum gelang Belgien der erste Durchbruch durch die deutsche Defensive. Anschließend lief Belgien im 2 gegen 1 auf das deutsche Tor zu, Julia Sonntag spekulierte und musste den Querpass von Margaux Coudron auf Claire Barry zulassen, die nur noch einschieben musste zur 0:1-Führung für Belgien in der 5. Minute. Coudron erzielte eine Minute später auch den Treffer zum 0:2 für Belgien nach einer Strafecke, die unhaltbar im linken oberen Eck einschlug. Deutschland drückte in der Folge auf den Anschlusstreffer. 

Auch bei einer Torchance durch Maike Scheuer in der 12. Minute zeigte das deutsche Team ein variantenreiches Offensivspiel, Belgien deutete aber an, dass sie im Konter weiter gefährlich werden konnten. Die nächste gute deutsche Chance kam durch Charlotte Gerstenhöfer, die mit einem gutem Abschluss nach einer Strafecke an der Torhüterin vorbei zog, aber eine belgische Verteidigerin den Ball auf der Linie mit dem Schläger abwehren konnte. Deckungsgleich wie in den vergangenen beiden deutschen Gruppenspielen erzielte der Gegner jedoch nach einer Drangphase der Deutschen das nächste Tor. Helene Delva erzielte in der 18. Minute das Tor zum 0:3 aus deutscher Sicht nach einer Strafecke, die in die verwaiste rechte Ecke einschlug.

Die zweite Hälfte:

Deutschland machte weiter unablässig Druck und konnte nach der Halbzeitpause direkt zurückschlagen. Der 1:3-Anschlusstreffer gelang, nachdem sich Gerstenhöfer von der Schusskreiskante eindrehte und den Ball vor das Tor bringen wollte. Auf dem Weg dorthin, wurde der Ball vom Schläger einer belgischen Verteidigerin abgefälscht und landete unhaltbar im belgischen Tor. Deutschland nahm in der Folge Torhüterin Sonntag für eine weitere Feldspielerin aus dem Tor und drückte auf weitere Treffer. In der 24. Minute gelang Philine Drumm ähnlich kurios wie beim 1:3 der Treffer zum 2:3. Eine abgerutschte Hereingabe von der Seite ging der belgischen Keeperin Maureen de Smet, die auf den Querpass spekuliert hatte, durch die Beine ins Tor. Es schien, als wäre das Glück heute auf deutscher Seite, dabei investierte das deutsche Team viel und erzwang das Glück. Nach einer Strafecke fiel Gerstenhöfer der eigene Ziehschlenzer, abgewehrt vom Brustpanzer der belgischen Keeperin, vor die Füße, die deutsche Nr. 42 fackelte nicht lang und erzielte mit ihrem Abschluss durch zwei belgische Verteidigerinnen hindurch den 3:3-Ausgleichstreffer in der 29. Minute.

Bundestrainer Erik Koppenhöfer ließ weiter Sonntag zugunsten einer sechsten Feldspielerin draußen und sein Team vollendete in der 32. Minute das Comeback. Maike Scheuer erzielte in der 32. Minute das Tor zum 4:3. Zuvor hatten Scheuer und Drumm den belgischen Aufbau im eigenen Kreis massiv unter Druck gesetzt und einen hohen deutschen Ballgewinn erzwungen. Deutschland zeigte mit einer Feldspielerin mehr jetzt auch ein ideenreiches Offensiv-Repertoire, aber eine grüne Karte für Pia Lhotak Mitte des letzten Viertels machte es vermeintlich nochmal spannend. Belgien nahm anschließend die Torhüterin aus dem Spiel und nachdem die Hallen-DANAS die doppelte Unterzahl unbeschadet überstanden hatten, holte kurz vor Schluss Philine Drumm sogar noch einen Siebenmeter raus. Zuvor war Drumm der Durchbruch über die Seite in den Schusskreis gelungen und gleich zwei Belgierinnen begingen Schlägerfouls. Das letzte Gruppenspiel und Duell um den Halbfinaleinzug gegen Belgien drohte jedoch an Dramatik weiter zuzunehmen, nachdem die belgische Keeperin de Smet den Siebenmeter von Kapitänin Fenja Poppe parieren konnte (39.). Während Belgien alles nach vorne warf, verteidigte das deutsche Team in den letzten Minuten nervenstark und konnte offensiv vor Spielende noch einen Nadelstich setzen. Deutschland holte kurz vor Schluss noch eine Strafecke heraus und Charlotte Gerstenhöfer erzielte schier mühelos das 5:3. Kurz danach war Schluss und Deutschland sicherte sich mit einem dramatischen Sieg gegen Belgien das EM-Halbfinalticket.

Die Szene des Spiels:

Die Szene zum rausgeholten Siebenmeter von Philine Drumm, die unter Druck außen an der belgischen Verteidigerin vorbeizieht, um in den Schusskreis zu ziehen und anschließend clever im Angesicht einer entgegen laufenden belgischen Verteidigerin den Ball mit ihrem Schläger abschirmt. Daraufhin begeht Belgien doppeltes Schlägerfoul und auch wenn Poppe den folgenden Siebenmeter nicht verwandeln kann, zeigt diese Szene den Charakter dieses Teams und unterstreicht Trainer Koppenhöfers Aussagen zur Kaderzusammenstellung. Die zu den jüngsten im Kader gehörende Philine Drumm zeigt in dieser Aktion so wie im ganzen Turnier, diese Unbekümmertheit, die das deutsche Team heute nach Rückstand gebraucht hatte. 

Der Ausblick:

Unmittelbar nach Abpfiff stand der Halbfinalgegner aus Gruppe B noch nicht fest, genauso wie die Spielzeit. Deutschland wird am Samstag aber entweder um 19:20 Uhr oder um 20:45 Uhr um den Finaleinzug kämpfen.

Die Stimmen zum Spiel:

Charlotte Gerstenhöfer: „Das war ein schwieriges Spiel für uns. Die erste Halbzeit war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir hatten noch ein bisschen Wut im Bauch, weil dieses Turnier noch nicht unsere Spielweise gesehen hat und welches Potenzial wir auch haben. Wir hatten in der zweiten Halbzeit kurz ein Momentum, was wir gut nutzen konnten und wichtige Tore geschossen haben. Am Ende haben wir denke ich auch verdient den Sieg geholt.“

Julia Sonntag: „Das Spiel lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben, zumindest am Anfang. Wir haben es nicht geschafft unser Spiel auf den Platz zu bringen. Dann geraten wir sogar noch in Rückstand, können das Spiel aber noch drehen in Überzahl. Das war unser Schlüssel. Ich bin unfassbar stolz, dass wir dieses Spiel heute gedreht haben und auf das, was wir heute gezeigt haben, vor allem unsere mentale Stärke. Wir haben jetzt einmal alle Emotionen erlebt als Mannschaft und deswegen kann uns das Halbfinale erstmal nichts mehr anhaben. Wir haben alle Höhen und Tiefen erlebt und ich freue mich unfassbar auf heute Abend.“

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