Hallen-Europameisterschaft 2026 in Prag
Koppenhöfer: "Wir wollen jedes Spiel als Endspiel sehen" - Die EM-Vorschau
14. January 2026
Am Donnerstag beginnt die Hallen-Europameisterschaft der Damen in Prag. Mit Erik Koppenhöfer als neuem Hallen-Bundestrainer und sechs Debütantinnen wollen die Hallen-DANAS das Maximum rausholen.
In zwei intensiven Lehrgängen in Düsseldorf und in Berlin hat sich die Hallen-Nationalmannschaft der Damen auf die EM in Prag vorbereitet. Neben Kapitänin Fenja Poppe sind mit Pia Lhotak und Torhüterin Selina Müller drei Hallen-Europameisterinnen von 2024 in Berlin im Kader. Bundestrainer Erik Koppenhöfer formulierte die Zielsetzung für die EM, wie folgt: "Wir haben intern festgelegt, dass wir jedes Spiel als Endspiel sehen wollen. In der Folge kommt man zwangsläufig zu dem Ziel, dass wir Europameisterinnen werden wollen, auch wenn wir wissen, dass es nicht einfach werden wird."
Die deutsche Gruppe verspricht die eine oder andere Herausforderung. Im Auftaktspiel am Donnerstag trifft die deutsche Mannschaft zunächst auf Irland (15.1., 10:55 Uhr) anschließend folgen die Begegnungen gegen die Schweiz (15.1., 16 Uhr), Österreich (16.1., 17:20 Uhr) und zum Abschluss der Gruppenphase gegen Belgien (17.1., 9 Uhr). Bundestrainer Koppenhöfer resümiert die Gruppe: "Irland ist ein unangenehmer Auftaktgegner, weil die irische Mannschaft teilweise mit 5 Spielerinnen im eigenen Kreis steht. Vor allem aber die anderen drei Mannschaften in der Gruppe werden uns eine Aufgabe stellen, die es zu lösen gilt. Daher heißt es für uns erstmaljedes Spiel als ein Endspiel anzugehen, um das Etappenziel Halbfinale zu erreichen."
Bei der Kaderzusammenstellung war Koppenhöfer eine ausgewogene Balance zwischen Erfahrung in der Abwehr und Unbekümmertheit im Angriff wichtig: "Ich wollte in der Defensive, Spielerinnen haben, die Erfahrung mitbringen und das ist mit Fenja Poppe, Pia Lhotak und mit Benedetta Wenzel der Fall. Mit der ebenfalls erfahrenen Charlotte Gerstenhöfer, die zwischen Angriff und Abwehr wechseln kann, ist uns das ganz gut gelungen. Parallel ist es das Ziel im Angriff die jungen Wilden aufzustellen.“
Erfahrung von 100 Länderspielen für die DANAS auf dem Feld bringt auch Julia Sonntag mit, die sich auch dem „Projekt Prag“ verschrieben hat und zusammen mit den „jungen Wilden“ die Mission Titelverteidigung ins Auge fasst.