schauinsland Hallenhockey-EM 2026 in Heidelberg
"Das kann einen Push für alle geben"
07. January 2026
Am Tag vor dem Start der schauinsland Hallenhockey-EM gaben die beiden Bundestrainer der deutschen Mannschaft einen letzten Überblick. Auch über den Faktor "SNP dome" wurde gesprochen.
Einen Tag vor dem Start der schauinsland Hallenhockey-EM 2026 in Heidelberg blickten die beiden deutschen Bundestrainer Jan Philipp Rabente und Matthias Witthaus sowie Sportvorstand Martin Schultze im Rahmen einer Pressekonferenz im SNP dome voraus auf das EM-Turnier. Kurz zuvor hatte die deutsche Mannschaft auch ihr zweites Testspiel (Ergebnis vom Test am Dienstag gegen Portugal: 9:0) gegen Tschechien 4:1 gewinnen können.
Rabente unterstrich: "Die Vorfreude ist extrem groß. Das Testspiel heute gegen Tschechien war nochmal wichtig - auch um ein Gefühl für diese große, tolle Halle zu bekommen. Wir haben in den letzten beiden Tests große Schritte nach vorne gemacht, was Abläufe angeht, was Spielzüge betrifft, auch in Sachen Taktik und Abstimmung. Heute Abend werden wir eine letzte Trainingseinheit absolvieren mit Fokus auf Strafeckentraining. Dann sind wir hoffentlich gewappnet für das Turnier." Witthaus schloss sich dem an: "Ich freue mich sehr auf die kommenden Tage in Heidelberg mit dem Team. Wir wollen hier etwas schaffen, was verbindet und am Ende auch Erfolg bringt."
Das deutsche Team trifft in der Gruppenphase auf Irland (8.1., 20:15 Uhr), die Schweiz (9.1., 14 Uhr), Belgien (9.1., 20:15 Uhr) und Spanien (10.1., 13:15 Uhr). Die andere Gruppe besteht aus dem Weltranglistenersten Österreich, Tschechien, Polen, Portugal und der Türkei.
Angeführt wird das deutsche Team in Heidelberg von Anton Boeckel. Die Frage nach der Nr.1 im Tor ist auch geklärt, wie Rabente und Witthaus am Mittwochmittag bestätigten: "Wir haben uns dieses Mal, anders als bei der WM, dazu entschieden, mit einer Nummer 1 ins Turnier zu gehen. Jasper Ditzer wird das sein. Wir wissen aber auch, dass wir eine sehr starke Nummer 2 haben. Wir können auf dieser Position jederzeit höchst flexibel agieren."
Zum Hintergrund EM-Ausrichtung in Heidelberg sagte Sportvorstand Martin Schultze: "Die Ausrichtungsvergabe ist immer ein Prozess. Und wir wollten nach Turnieren in Hamburg, Berlin und NRW mal wieder in den Süden gehen. Die Größe der Halle ist optimal (3.800 Zuschauer passen in den SNP dome, Anm. d. Red.). Und der Südwesten hat eine große Tradition in Sachen Hallenhockey. Daran wollten wir anschließen und haben uns dann für Heidelberg entschieden, Die Halle ist genial und ich freue mich sehr darauf, hier vor ausverkaufter Hütte den Jungs zuzuschauen." Die Kulisse kann aber auch zur Nervenbelastung werden, wie Witthaus am Mittwoch anmerkte: "Es werden sich schon einige umschauen, vor so vielen Fans zu spielen. Das kann auch Druck erzeugen, weil sie es so nicht gewohnt sind." "Es kann aber auch in die andere Richtung ausschlagen. Das kann einen Push geben für alle, wenn der Funke überspringt von der Tribüne. Es liegt am Ende ans uns beiden, dass die Jungs das richtig kanalisieren", so Rabente.
Das Wochenende ist bei dem Turnier in Heidelberg fast restlos ausverkauft. Freitag und Donnerstag gibt es noch Restkarten online zu kaufen. Im Rahmen der EM lädt der DHB auch über 2.000 Schüler ein, am Donnerstag werden es knapp 930 Schüler in der Halle sein und am Freitag ungefähr 1130 Schüler.
Der deutsche Kader in der Übersicht:
| Nr. | Vorname | Name |
| 1 | Lukas | Stumpf |
| 5 | Sten | Brandenstein |
| 7 | Nicolas | Proske |
| 8 | Anton | Boeckel |
| 12 | Anton | Pöhling |
| 14 | Tom | Schmidt-Didlaukies |
| 16 | Dieter-Enrique | Linnekogel |
| 19 | Luca | Großmann |
| 22 | Nik | Kerner |
| 23 | Jan-Philipp | Fischer |
| 27 | Vincent | Scholz |