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schauinsland Hallen-EM 2026 in Heidelberg

Deutschland verliert Spiel um Platz 3 bitter mit 5:6 gegen Spanien

11. January 2026

Die deutschen Hockey-Herren haben die Bronze-Medaille bei der Hallen-EM in Heidelberg verpasst. In der letzten Sekunde der Spielzeit schlug Gegner Spanien eiskalt zu. Der Spielfilm zum Spiel um Platz 3.

Torschützen:

0:1 Ignacio Abajo (2. Minute)

0:2 Ferran Munoz (5.)

1:2 Nik Kerner (8.)

2:2 Sten Brandenstein (15.)

2:3 Ferran Munoz (15.)

2:4 Ignacio Abajo (18.)

3:4 Vincent Scholz (19.)

4:4 Sten Brandenstein (20.)

5:4 Sten Brandenstein (29.)

5:5 Ignacio Abajo (36.)

5:6 Pablo Roman (40.)

Die erste Hälfte:

Die Deutschen gerieten im Spiel um Platz 3 früh in Rückstand. In der 2. Minute wackelte Juan Munoz zunächst Kapitän Anton Boeckel aus, schloss aufs Tor ab und Keeper Lukas Stumpf, der heute anstelle von Jasper Ditzer im deutschen Tor stand, konnte den Schuss nur nach vorne abwehren, wo Ignacio Abajo zum spanischen Führungstreffer abstaubte. Nach einer guten deutschen Chance für Luca Grossmann in der 4. Minute, schlugen die Spanier in der 5. Minute gleich nochmal zu. Nach einer Strafecke erzielte Ferran Munoz den 2:0-Führungstreffer für Spanien, bei dem Munoz zu allem Übel noch Stumpf bei seinem Abschluss tunneln konnte. In den ersten Minuten war den Deutschen anzumerken, dass ihnen die Halbfinalniederlage gegen Polen noch in den Knochen steckte. Nach dem Treffer zum 0:2 kämpfte sich die deutsche Mannschaft aber in das Spiel und zeigte wieder viel von der technischen Qualität und Passstärke, die diese Mannschaft in der sehr guten Gruppenphase ausgezeichnet hatte. Der deutsche Anschlusstreffer in der 8. Minute kam nach einem Siebenmeter, nachdem ein spanischer Verteidiger den Abschluss von nach einer Strafecke auf der Linie nur mit dem Körper stoppen konnte. Den Treffer zum 1:2 erzielte Nik Kerner mit einem flachen Abschluss in die rechte untere Ecke.

In der 14. Minute hatte Grossmann noch die Riesenchance zum Ausgleich, der spanische Keeper Pablo Luna konnte diesen aber erneut hervorragend vereiteln. Grossmanns Sturmpartner Sten Brandenstein machte es eine Minute später besser und erzielte den 2:2-Ausgleichstreffer, nachdem Grossmann einen Freischlag schnell ausführte, einen Querpass auf Linnekogel spielte und dieser den Ball direkt auf Brandenstein mit einer Berührung weiterleitete. Dieser fackelte ebenfalls nicht lange und zog ab, der Ball landete im langen Eck und das deutsche Comeback schien vollbracht. Die Ereignisse überschlugen sich anschließend. Nach einer zweifelhaften Strafecke konnte Spanien durch Ferran Munoz das 3:2 erzielen und erwischte Deutschland eiskalt. Nach zwei tollen Paraden kurz nach dem 3:2-Treffer musste sich Lukas Stumpf in der 18. Minute erneut geschlagen geben und hatte keine Chance beim Nachschuss von Abajo per Lupfer (über den am Boden liegenden Stumpf). Deutschland hatte allerdings auch (zwei) Antworten auf den Doppelschlag der Spanier. In der 19. Minute konnte Vincent Scholz mit seinem trockenen Abschluss ins lange Eck das 3:4 aus deutscher Sicht erzielen. Der Ausgleich gelang den Deutschen, die auch das bessere Team im zweiten Viertel waren, auch noch vor dem Halbzeitpausenpfiff. Sten Brandenstein zog den Ball an der linken Bande einmal um die eigene Achse in den Schusskreis und schloss in einer fließenden Bewegung mit einem Ziehschlenzer auf das Tor ab. Der Ball schlug halbhoch knapp neben dem Kopf des spanischen Keepers im spanischen Tor zum 4:4-Ausgleich ein.

Die zweite Hälfte:

Die Deutschen trauten sich nun immer mehr zu und waren am Drücker. Es wirkte dennoch ein wenig so, als wenn beide Mannschaften sich die Tore bzw. den finalen Dolchstoß für den Showdown im letzten Viertel aufgehoben hatten. Die besseren Chancen im dritten Viertel hatten aber die Deutschen, wie Nicolas Proske in der 26. Minute aus guter Position. Proske bekam aber nicht genug Druck hinter seinen Abschluss.  Das Tor zum 5:4 gelang Deutschland aber noch vor dem letzten Viertel durch erneut Sten Brandenstein in der 29. Minute. Im Spielaufbau stark von den Spaniern unter Druck gesetzt, hatte Stratege Dieter-Enrique Linnekogel das Auge für den freien Raum, drehte sich von der Bande mit einem eingehakten Vorhandzieher raus in die Mitte des Spielfeldes. Anschließend hatte Linnekogel das Auge für den startenden Brandenstein und spielte einen präzisen Pass über die Bande, Brandenstein schloss in gleicher Manier wie beim 4:4 mit einem Touch aus spitzem Winkel ins lange Eck ab und konnte Pablo Luna überwinden.

Der Beginn des vierten Viertels war geprägt von taktischem Abgetaste ohne ganz großes Risiko beider Mannschaften. Kurz nachdem sich Keeper Stumpf in der 35. Minute mit einer Glanzparade erneut auszeichnen konnte, bekam Spanien einen Siebenmeter zugesprochen. Grossmann konnte bei einer Ablagenvariante nach einer Strafecke den Ball nur mit dem Körper stoppen. Den Siebenmeter verwandelte Spaniens Ignacio Abajo zum 5:5 in der 36. Minute. Die Hallen-HONAMAS schienen anschließend alles im Griff zu haben und sahen so aus, als wenn sie eher in der Lage wären den entscheidenden Treffer zu erzielen. Wie im gesamten Spiel und Turnierverlauf schlug Spanien jedoch eiskalt zu. In letzter Minute konnte Pablo Roman den Ball bei seinem Abschluss unter Stumpf begraben und den 6:5-Siegtreffer für Spanien im letzten Angriff des Spiels erzielen.

Die Szene des Spiels:

Das Tor zum 4:4-Ausgleich vor der Halbzeitpause nach einem tollen Solo von Sten Brandenstein, der endlich seine Knipserqualitäten, die aus den ersten zwei deutschen Bundesligen bekannt sind, bewies.

Der Ausblick:

Leider enttäuschend schließen die deutschen Herren die Heim-EM mit dem vierten Platz ab. Die Chance auf Wiedergutmachung wartet für die deutsche Hallen-Nationalmannschaft erst in 2028, wenn die nächste Hallen-EM stattfinden wird, Spielort offen.

Die Stimmen zum Spiel: 

Bundestrainer Matthias Witthaus: "Wir hatten die maximale Enttäuschung vom Samstag mit der verpassten Finalteilnahme zu verarbeiten. Es ist verständlich, dass die Enttäuschung heute immer noch da war. Wir haben alles probiert, die Bronzemedaille zu gewinnen. Wir haben uns gut reingekämpft und hätten bei 5:4 den Deckel drauf machen können. Das haben wir verpasst. Es fühlt sich im Moment nicht gut an."

Sten Brandenstein: "Wenn du am Ende so bitter in der letzten Sekunde verlierst, ich weiß gar nicht , was ich dazu sagen soll. Am Samstag war es auch schon so bitter. Wir haben uns eigentlich gut zurückgekämpft. Ein bisschen auch den Frust abgeschüttelt. Aber wir nehmen trotz der Enttäsuchung auch ein paar gute Sachen mit nach Hause. Zum Beispiel diese unfassbare Atmosphäre in der Halle hier in Heidelberg." 

Jan-Philipp Fischer: "Es ist unmittelbar nach dem Spiel sehr schwierig, zu analysieren. Wir hatten uns für dieses Bronze-Spiel viel vorgenommen. Aktuell schmerzt es sehr, dass es so ausgegangen ist.  Irgendwann werden wir aber vielleicht auch die positiven Dinge dieser vier Tage sehen können und stolz sein, vor dieser Kulisse gespielt zu haben."

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