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schauinsland Hallen-EM 2026 in Heidelberg

Deutschland verliert im EM-Halbfinale knapp mit 3:4 gegen Polen und verpasst Finaleinzug

10. January 2026

Die deutschen Hockey-Herren haben den Einzug ins Finale der EM im Heidelberg verpasst. Gegen Polen wurde ein leidenschaftlicher Sturmlauf nicht belohnt. Der Spielfilm.

Torschützen:

0:1 Gracjan Jarzinski (18. Minute)

1:1 Dieter-Enrique Linnekogel (24.)

1:2 Maksymilian Koperski (25.)

1:3 Gracjan Jarzinski (26.)

2:3 Sten Brandenstein (29.)

2:4 Jacek Kurowski (31.)

3:4 Anton Pöhling (36.)

Die erste Hälfte:

Das erste Viertel war geprägt von einem Abtasten beider Mannschaften. Dabei versuchte Polen die Deutschen gleich zu Beginn unter Druck zu setzen. Das DHB-Team hatte zwei Großchancen in der ersten Halbzeit, in der 4. Minute durch Dieter-Enrique Linnekogel und in der 11. Minute durch Luca Grossmann, dessen Abschluss mit der Rückhand allerdings nur die Latte traf.

Nico Proske und Co. bemühten sich um Spielkontrolle, wirkten jedoch noch nervös ob der großen Kulisse im ausverkauften SNP dome. Deutschland ließ im zweiten Viertel immer wieder seine technischen Qualitäten aufblitzen, konnte das polnische Abwehrbollwerk jedoch nicht knacken. Kurz vor dem Pausenpfiff schlug Polen dann eiskalt zu. Gracjan Jarzinski, der seine Sporen sonst beim Harvestehuder THC verdient, setzte technisch fein mit der Rückhand den Ball ins lange Eck, wo Keeper Jasper Ditzer nicht mehr herankam.

Die zweite Hälfte:

Die deutsche Mannschaft investierte in der zweiten Hälfte noch mehr und belohnte sich in der 24. Minute mit dem Tor zum 1:1-Ausgleich. Dieter-Enrique Linnekogels Ziehschlenzer nach einer Strafecke schlug unhaltbar im polnischen Tor ein. Die Polen antworteten jedoch postwendend, ebenfalls nach einer Strafecke. Bei einer Strafeckenvariante mit Ablage in der 25. Minute traf Maksymilian Koperski zum erneuten Führungstreffer, wobei Luca Grossmann den Ball kurz vor der Linie nicht mehr entscheidend abwehren konnte. Die Polen legten sogar noch nach und Jarzinski konnte mit seinem Rückhandschuss aus halblinker Position Ditzer überwinden (26.). 

Die Hausherren steckten jedoch zu keinem Zeitpunkt auf und kamen wieder heran. Linnekogel fasste sich wie schon im Spiel gegen Spanien ein Herz, dribbelte sich über die rechte Seite in den Schusskreis, legte von dort in die Mitte, wo Sten Brandenstein nur noch zum 2:3-Anschlusstreffer einschieben musste (29.). Brandenstein hatte anschließend eine weitere gute Chance für den Ausgleich, sein Abschluss nach einer Strafeckenvariante konnte kurz vor dem Viertelpausenpfiff jedoch noch über das polnische Tor abgewehrt werden.

Das Team der beiden Bundestrainer Jan Philipp Rabente und Matthias Witthaus spielte sich jetzt eine Chance nach der anderen heraus, aber Polen zeigte sich weiter eiskalt und erzielte in der 31. Minute das 4:2 durch Kapitän Jacek Kurowski, der mit einem Kullerball Ditzer düpierte. Anton Pöhling fand nach einem schier endlosen Powerplay der Deutschen mit sechs Feldspielern in der 36. Minute eine Antwort auf das polnische Bollwerk und erzielte den Treffer zum 3:4. Die letzten Minuten rannten die Hallen-HONAMAS weiter an, konnten den entscheidenden (Ausgleichs-)Treffer jedoch nicht mehr erzielen, und Polen wurde für seine Mauertaktik in der zweiten Hälfte belohnt.

Bei einem zuweilen etwas unkoordiniertem Auftritt mit sehr viel deutschem Ballbesitz verpasst die deutsche Hallen-Nationalmannschaft den Einzug ins Finale bei der Heim-EM in Heidelberg.

Der Ausblick:

Im Spiel um Platz 3 trifft die deutsche Mannschaft am Sonntag um 13:15 Uhr im erneut ausverkauften SNP dome auf Spanien, gegen die zum Abschluss der Gruppenphase am Samstagvormittag dem Team der beiden Bundestrainer Matthias Witthaus und Jan Philipp Rabente bereits ein 5:4-Sieg gelungen war. Im Finale stehen sich Polen und Österreich gegenüber, Anpfiff ist um 14:30 Uhr. Beide Spiele (Spiel um Platz 3 & Finale) werden kostenlos von MagentaSport übertragen. 

Die Szene des Spiels:

Die Szene des Spiels gilt beim Halbfinale dem schönsten deutschen Tor, dem 2:3 durch Sten Brandenstein nach tollem Solo von Dieter-Enrique Linnekogel über den rechten Flügel. 

Die Stimmen zum Spiel:

Bundestrainer Jan Philipp Rabente: "Wir haben hinten gar nicht so viel zugelassen. Aber die Polen haben es heute brutal effektiv gemacht. Ich weiß gar nicht, ob sie mehr Torchancen hatten, als sie Tore erzielt haben. Wir haben es uns anders vorgestellt. Und so ist es eben dann im Mannschaftssport: Wenn du vorne die vielen Chancen nicht nutzt, dann wirst du hinten bestraft. Wir sind sehr enttäuscht."

Lokalmatador Jan-Philipp Fischer: "Es ist jetzt sehr ernüchternd. Es war bis zur letzten Sekunda spannend. Wir hatten genug Chancen auf den Ausgleich. Uns sind zu viele technische Fehler unterlaufen. Gegen so eine Mannschaft, die defensiv so viel abräumt, wäre es gut gewesen, in Führung zu gehen und sie dann ein bisschen zu locken."

Kapitän Anton Boeckel: "Wozu man manchmal neigt, ist selber hektisch zu werden, obwohl man eigentlich einen kühlen Kopf bewahren muss. So war es heute ein bisschen bei uns. Man muss sich die Zeit nehmen, für einen großen, durchdachten Angriff. Den Polen muss man Respekt zollen. Sie haben kaum Fehler gemacht. Und sie hatten auch das Spielglück. Und wir das Pech."

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