schauinsland Hallen-EM 2026 in Heidelberg
Deutsches Team startet mit 7:3-Sieg ins EM-Turnier in Heidelberg
08. January 2026
In einem Spiel mit schwierigem Start setzte sich die Mannschaft am Ende deutlich mit 7:3 durch gegen EM-Neuling Irland. Der Spielfilm.
Torschützen:
1:0 Luca Grossmann (10. Minute)
2:0 Luca Grossmann (11.)
2:1 Gregory Williams (12.)
3:1 Nicolas Proske (14.)
3:2 Rory Patterson (16.)
4:2 Nicolas Proske (24.)
4:3 Ross Canning (34.)
5:3 Luca Grossmann (34.)
6:3 Anton Pöhling (36.)
7:3 Sten Brandenstein (40.)
Die erste Hälfte:
Das erste Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Irland begann rasant. Nach der ersten guten Chance durch Nik Kerner nach nicht mal 30 Sekunden Spielzeit, prüfte Tom Schmidt-Didlaukies erneut das irische Tor und die anschließende Strafecke konnte von der irischen Defensive nur mit dem Fuß auf der Linie gestoppt werden. Den anschließenden Siebenmeter vergab Anton Pöhling jedoch mit seinem Schuss an die Latte. Das deutsche Spiel im ersten Viertel war noch von vielen technische Unzulänglichkeiten bei der Ballan- und mitnahme geprägt. Nach zwei vergebenen Großchancen von Nicolas Proske in der 7. und 9. Minute, brachte Luca Grossmann die Erlösung mit seinem Tor zum 1:0 in der 10. Minute. Sein Abschluss mit der Rückhand schlug im linken unteren Eck ein und brachte die Führung.
Direkt nach der Viertelpause schnürte Grossmann seinen persönlichen Doppelpack. In der 11. Minute traf er nach einem schönen Angriff und dem Querpass von Proske zum 2:0. Postwendend folgte jedoch die irische Antwort mit dem Tor zum 1:2 in der 12. Minute durch Gregory Williams nach einer Strafecke. Die deutsche Mannschaft konnte jedoch gleichfalls in der 14. Minute antworten. Proske, der erst den Ball nach Eckenherausgabe verstoppte und diesen dann sicher im linken oberen Eck unterbrachte, stellte auf 3:1. In dieser Phase des Spiels hielten die Iren gut dagegen und konnten in der 16. Minute auch noch das 2:3 erzielen durch Rory Patterson, der mit einer kleinen Rückhand Ditzer überwinden konnte. Eine weitere gute irische Chance folgte in der 17. Minute und der deutsche Gegner war spätestens jetzt mindestens ebenbürtig. In der zweiten Hälfte zeigte sich Deutschland offensiv jedoch eiskalt. Nach vergebener Chance durch Proske in der 23. Minute, dessen Abschluss aus spitzem Winkel an das Gebälk ging, erzielten die Deutschen in der 24. Minute das 4:2. Schmidt-Didlaukies vollendete einen exzellent ausgespielten Tempogegenstoß, bei dem Proske kurz vor dem Tor auf ihn querlegte.
Die zweite Hälfte:
Das irische Team von Trainer Brinsley Powell blieb allerdings dran. Nach einem Angriff, bei dem Keeper Ditzer frühzeitig aus dem Tor stürmte, konnte der Ire Ross Canning Ditzer tunneln und stellte auf 3:4 (34. Minute).
Erneut war Verlass auf die deutsche Offensive um Grossmann, Proske, Pöhling & Co. In der 34. Minute umkurvte Grossmann überlegt nach Anspiel in den Kreis den irischen Keeper und schob zum zwischenzeitlichen 5:3 für Deutschland ein. Nachdem Anton Pöhling in der 37. Minute mit seinem Abschluss nach Zuspiel von Proske die Kugel unter dem irischen Keeper begrub und auch noch das 6:3 erzielte, wurde es schließlich deutlich und Sten Brandenstein setzte in der 40. Minute noch den Schlusspunkt auf das erste deutsche Spiel bei dieser EM. Nach hervorragendem Ballgewinn von Nachrücker Vincent Scholz, fand Brandensteins entschlossener Abschluss ins lange Eck das irische Tor mit dem 7:3-Endstand.
Die Szene des Spiels:
Der Treffer zum 4:2, bei dem die Deutschen nach einem irischen Angriff schnell schalteten und Proske vor dem Tor im 2v1 mit dem irischen Keeper überlegt auf Schmidt-Didlaukies querlegte und dieser mit dem Ball ins leere Tor laufen konnte.
Der Ausblick:
Nach dem Sieg zum Auftakt geht es am Freitag direkt mit zwei Matches für die DHB-Auswahl weiter: Um 14 Uhr geht es erst gegen die Schweiz ehe am Abend des Highlight-Match gegen Belgien ansteht (20:15 Uhr). Im Idealfall steht dann am späten Abend der Halbfinaleinzug fest.
Die Stimmen zum Spiel:
Jan-Philipp Fischer: "Wir sind sehr erleichtert. Das erste Spiel bei einem großen Turnier ist nie ganz ohne. Zu Beginn haben wir uns etwas schwer getan. Wir hätten in der ersten Halbzeit noch ein, zwei Tore mehr machen können. Insgesamt können wir aber mit dem 7:3 gegen ein starkes irisches Team zufrieden sein."
Jasper Ditzer: "Ich finde, dass wir sehr viel heute richtig gemacht haben. Zwei Gegentore nehme ich ein bisschen auch auf meine Kappe. Ich bin froh, dass wir offensiv dann richtig gut abgeliefert haben. Man merkt, dass wir besser werden mit der Zeit. Die Schwierigkeiten am Anfang sind normal, das ist fast immer so zu Beginn eines Turniers. Jetzt gilt es, sich weiter einzugroven."