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FIH Pro League 2026 in London

Eckenbilanz als Knackpunkt: DANAS unterliegen Australien 0:2

17. June 2026

Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Damen hat in der FIH Pro League in London eine 0:2-Niederlage gegen Australien hinnehmen müssen. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie fehlte dem Team von Bundestrainerin Janneke Schopman vor allem im Angriffsdrittel die Durchschlagskraft, während Australien seine Chancen effizient nutzte.

Tore:

0:1 Stephanie Kershaw (20. Minute)

0:2 Alice Arnott (26.)

Die erste Hälfte:

Gleich im ersten Viertel hatten die DANAS viel Ballbesitz und das Team von Bundestrainerin Janneke Schopman fand gut in die Zweikämpfe. Die erste gute deutsche Torchance kam in der 12. Minute durch Jette Fleschütz, deren toller Abschluss per argentinischer Rückhand die australische Torhüterin Jocelyn Bertram allerdings abwehren konnte. Kurz darauf hatte Friederike Heusgen die Chance auf den 1:0-Führungstreffer. Die scharfe Hereingabe von Lilly Stoffelsma konnte Heusgen aber nicht an der australischen Keeperin vorbei im Tor unterbringen.

Das zweite Viertel begann, wie das erste Viertel ebenfalls begonnen hatte, und Deutschland setzte sich immer mehr in der australischen Hälfte fest.

Aus dem Nichts bekam das australische Team in der 20. Minute eine Strafecke zugesprochen und verwandelte diese durch Stephanie Kershaw eiskalt zur 1:0-Führung. Nur sechs Minuten später legten die Australierinnen nach und Alice Arnott traf ebenfalls nach einer Strafecke zum 0:2. Nach diesem Schock spielten die DANAS allerdings munter weiter und erarbeiteten sich eine Reihe von Strafecken ihrerseits. Eine dieser Ecken brachte einen gefährlichen Abschluss von Schützin Sonja Zimmermann in der 28. Minute. Mit vereinten Kräften konnten die Australierinnen aber auch diese Ecke verteidigen und es blieb zum Halbzeitpfiff beim 0:2-Rückstand für Deutschland.

Die zweite Hälfte:

Eine weitere Reihe von Strafecken brachte erneut gute Abschlusssituationen für das deutsche Team. Lisa Nolte, im Nachschuss Sara Strauss, erneut Nolte und Stine Kurz trafen aber meistens die rauslaufenden Gegenspielerinnen als das Tor. Aus dem Spiel heraus taten sich die DANAS schwer gegen einen kompakten australischen Block den letzten entscheidenden Pass anzubringen, auch wenn die Mannschaft um spielerische Lösungen bemüht war.

Im Schlussviertel gelang es den Australierinnen zunehmend die deutschen Offensivbemühungen zu stören und Ballgewinne zu erzwingen. Nach zwei guten Torchancen für die Australierinnen in der 53. und 55. Minute hatten die DANAS kurz vor Schluss erneut eine Reihe von Strafecken. Auch diese brachten allerdings nicht den erhofften Ertrag und die Statistik zum Eckenverhältnis wirkte sinnbildlich für dieses Spiel. Die Australierinnen machten aus ihren fünf Ecken zwei rein und die DANAS von ihren 13 keine einzige.

Deutschland zeigte gegen einen starken Gegner eine insgesamt solide Leistung, ließ jedoch im entscheidenden Moment die nötige Effizienz im Angriff vermissen. Australien präsentierte sich hingegen abgeklärt und nutzte seine Möglichkeiten konsequent, um die Partie für sich zu entscheiden.

Die Stimme zum Spiel:

Bundestrainerin Janneke Schopman: „Das Spiel war im Ergebnis natürlich enttäuschend. Eigentlich haben wir genug Chancen und Tormöglichkeiten gehabt. Wir haben sehr dominant gespielt, aber Australien war sehr effizient mit zwei Toren aus fünf Ecken. Wir müssen unsere eigenen Chancen besser verwerten und wenn das nicht funktioniert, dann spielt man auch ein wenig gegen sich selbst. Wir müssen morgen wieder bei 0 starten und wissen nun, wie aggressiv Australien spielt. Das bedeutet wir müssen schlauer sein und mit noch mehr Geduld spielen. Die Eckenausbeute muss aber auch einfach besser werden.“

Der Ausblick:

Nicht mal 24 Stunden später haben die DANAS Gelegenheit für die Revanche und treffen am Donnerstagabend (18.06., 20:30 Uhr) erneut auf Australien, die jetzt in der Tabelle mit sechs Punkten nur noch zwei vom deutschen Team entfernt sind. 

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