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FIH Pro League 2026 in Berlin

DANAS gewinnen nach einer turbulenten Schlussphase 3:1 gegen Irland

26. June 2026

Die deutschen Hockey-Damen besiegen nach einem Kraftakt in der zweiten Hälfte Irland mit 3:1.

Tore:

1:0 Lilly Stoffelsma (9. Minute)

1:1 Sarah Torrans (55.)

2:1 Lisa Nolte (55.)

3:1 Lynn Krings (60.)

Die erste Hälfte:

Die DANAS begannen engagiert und hatten die erste Tor-Szene nach knapp einer Minute Spielzeit, Johanna Hachenberg kam aber nicht an der herauseilenden irischen Keeperin Elizabeth Murphy vorbei. Die Irinnen versuchten anschließend aktiver am Spiel teilzunehmen und liefen den deutschen Spielaufbau hoch an. Die erste deutsche Strafecke auf der anderen Seite brachte aber gleich das 1:0 durch Lilly Stoffelsma, die den Nachschuss der Schützin Stine Kurz über die Linie drückte (9.). Die DANAS blieben aber weiter auf dem Gaspedal und erarbeiteten sich Chancen. Nach einem wunderschönen Solo von Lucina Von Der Heyde ging Yani Zhongs Abschluss in der 14. Minute knapp am Tor vorbei.

Das zweite Viertel begann wie das erste und Sophia Schwabe hatten den ersten Torabschluss nach einem tollen Solo von Von Der Heyde in der 16. Minute. Die Irinnen bemühten sich um Offensivaktionen, konnten aber nicht die erforderliche Dynamik durch viele Ballversluste entwickeln, die das deutsche Defensivgerüst ins Wanken brächte. Die Deutschen fraßen ihren Gegner auf und ließen die Irinnen kaum aus ihrer eigenen Hälfte.

Die zweite Hälfte:

Kurz nach Wiederanpfiff kassierte Außenverteidigerin Lilly Stoffelsma eine grüne Karte und es wurde insgesamt giftiger in den Zweikämpfen. Im dritten Viertel war das Spiel ausgeglichener, aber die DANAS ließen ihre individuelle Klasse immer wieder aufblitzen. In der 40. Minute hatte Lena Micheel die nächste deutsche Chance nach einer Strafecke, eine irische Verteidigerin konnte Micheels Abschluss aber noch auf der Linie klären. Die deutsche Mannschaft war bemüht um eine höhere Führung, die Räume ergaben sich aber selten gegen ein besser organisiertes irisches Pressing.

Die erste nennenswerte Torchance hatte Friederike Heusgen in der 54. Minute nach einem hohen Ballgewinn, ihr Abschluss per argentinischer Rückhand ging aber deutlich über den irischen Kasten. Kurz darauf kassierte Sophia Schwabe eine grüne Karte und Deutschland war kurzzeitig in Unterzahl. Direkt im Anschluss kamen die Irinnen zu zwei Abschlusschancen nach einem Paar Strafecken. Die zweite versenkte Sarah Torrans im deutschen Kasten und stellte auf 1:1-Gleichstand. Wiederum auf der anderen Seite bekamen die Deutschen eine Strafecke zugesprochen. In der Verwirrung vor der irischen Torhüterin nach dem Abschluss von Johanna Hachenberg bekam Lena Micheel einen Schläger dazwischen und erzielte den Treffer zum 2:1. Kurz darauf bekam Hachenberg allerdings eine gelbe Karte gezeigt und Irland nahm in der Schlussfolgerung Torhüterin Murphy für eine weitere Feldspielerin vom Platz. Die nächste Karte folgte kaum eine Minute später auf der anderen Seite des Feldes, wo Lynn Krings clever den Ball abschirmte und Zeit von der Uhr nahm, bevor sie sich kurzzeitig an den Kopf fasste nach einer unübersichtlichen Aktion mit einer irischen Verteidigerin. Die Irin Caoimhe Perdue hatte bei dem Versuch der Balleroberung Krings mit dem Schläger in einer Aufwärtsbewegung am Kopf getroffen. Die Schiedsrichterin entschied nach Besprechung mit dem Videoschiedsrichter auf rote Karte und die Gleichzahl an Spielerinnen auf dem Feld war wieder hergestellt. Kurz darauf gelang auch noch das 3:1 für Deutschland nach einem schnell ausgeführten Freischlag, den Krings ins leere Tor verwertete.

Die Szene des Spiels:

Das tolle Solo von Lucina Von Der Heyde vor der Großchance für Sophia Schwabe in der 16. Minute. Nach einem tollen 3D-Tempodribbling, bei dem Von Der Heyde vier Irinnen wie Slalomstangen einfach stehen lässt, sieht sie den Raum auf dem rechten Flügel und spielt einen perfekten Pass in den Lauf von Lilly Stoffelsma. Stoffelsma setzt wiederum Schwabe in Szene, diese kann aus spitzem Winkel die irische Keeperin Elizabeth Murphy aber nicht überwinden.

Die Stimmen zum Spiel:

Bundestrainerin Janneke Schopman: „Es ist schwierig gegen eine Mannschaft zu spielen, die eigentlich nur verteidigt und mit elf Leuten im Kreis steht. Unsere Ecken haben wir gut ausgespielt, Tore gemacht und Rebounds bekommen. Zu der Szene in der letzten Minute: Wir wissen alle, dass es keine Absicht bei der roten Karte war. Das sah schlimm aus und das kann man als Schiedsrichter nicht anders entscheiden.“

Mittelfeldspielerin Lena Micheel: „Ich bin vor allem stolz auf die Entstehung vom Treffer zum 2:1, weil wir direkt nach dem Gegentor wieder gepresst haben, vorne drauf gegangen sind und dann so ein positives Resultat erzielen konnten. Das zeigt auch den Charakter der Mannschaft.“

Der Ausblick:

Die deutschen Hockey-Damen spielen nach einem Tag Pause am Sonntag, den 28.06. um 15:30 Uhr, wieder gegen China zum Abschluss der FIH Pro League-Stage in Berlin 2026.

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