So liefen die anderen Spiele
Österreich und Türkei liefern Spektakel an Tag 1
08. January 2026
Die schauinsland Hallenhockey-EM ist gestartet und gleich am ersten Tag gab es viele Highlights. Wir haben die Spiele zusammengefasst.
Polen gewann den EM-Opener aus Pool A am frühen Morgen im SNP dome ungefährdet gegen die Türkei mit 5:1. Nur im ersten Viertel konnten die Südeuropäer mithalten, danach machte Polen ernst und kombinierte sich immer wieder technisch hoch anspruchsvoll in den gegnerischen Kreis. Überragend dabei immer wieder die Nummer 9 der Polen, Jacek Kurowski.
Im zweiten Spiel des Tages (ebenfalls aus Pool A) gab es eine dicke Überraschung. Die Portugiesen, trainiert vom früheren deutschen Nationalspieler Christoph Bechmann, führten schon souverän mit 3:0 gegen Tschechien, mussten sich aber in einer packenden Partie auf den letzten Metern noch mit 3:4 geschlagen geben.
Belgien tut sich zu Beginn schwer
Belgien und Irland eröffneten schließlich um die Mittagszeit Pool B bei dieser schauinsland Hallenhockey-EM. Unter den Augen der beiden Bundestrainer Jan Philipp Rabente und Matthias WItthaus entwickelte sich ein temperamentvolles und schnelles Spiel. Irland, das zuvor noch nie an einer Hallen-EM teilgenommen hatte, startete überraschend stark in die Partie und führte schnell mit 2:0 gegen die favorisierten Belgier. Diese konnten aber im dritten Viertel einen Gang zulegen und schafften per Doppelschlag den Ausgleich. Noch vor dem letzten Abschnitt drehte Belgien dann komplett das Spiel und stellte auf 3:2. Am Ende siegten die Belgier im deutschen Pool B etwas schmeichelhaft sogar mit 5:3.
Im zweiten Match aus Pool B zwischen der Schweiz und Spanien entwickelte sich von Beginn an ein einseitiges Spiel, das die Spanier dominierten. Die Kugel lief wunderbar durch die eigenen Reihen, die Iberer kamen so folgerichtig immer wieder zu Torabschlüssen und siegten am Ende auch verdient in dieser Höhe mit 7:1. Das war ein Statement-Sieg.
Thriller zwischen Team Austria und der Türkei
Die Nachmittagssession eröffneten dann die Polen und Portugal an diesem Eröffnungsdonnerstag der EM. Die Männer von Trainer Christoph Bechmann mussten im Grunde gewinnen, um ihre Chancen auf das Halbfinale zu wahren, hatten sie doch ihr erstes Spiel etwas unglücklich gegen Tschechien mit 3:4 verloren. Aber auch gegen Polen blieben sie ohne Punkte. Am Ende unterlagen sie mit 3:5. Polen untermauerte mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel die Mitfavoritenrolle in Heidelberg.
Am frühen Abend stand dann der mit Spannung erwartete erste Auftritt der Österreicher auf dem Programm. Die Alpenrepublik gehört im Hallenhockey zu den absoluten Topnationen und ist amtierender Vize-Weltmeister. Aber die Türken ließen sich davon nicht blenden und gingen überraschend in Führung. Die war zur Halbzeit auch verdient, weil der Außenseiter eine kämpferisch sensationelle Einstellung an den Tag legte. Und es wurde sogar noch besser; praktisch aus dem Nichts fiel sogar das 2:0 für die Türkei. Österreich legte die behäbige Spielweise erst im letzten Viertel ab und glich nach einer Strafecke innerhalb kürzester Zeit zum 2:2 aus. Wenige Sekunden danach kippte das Spiel vollends auf die andere Seite. So schien es jedenfalls. Per Siebenmeter ging Team Austria erstmals in Führung. Die letzten Minuten wurden dann zum Krimi. Erst schafften die Türken den Ausgleich dann sorgte eine erneute Strafecke für das 4:3 für Österreich. Aber mit dem letzten Angriff sollte den Türken tatsächlich in wirklich allerletzter Sekunde der erneute Ausgleich gelingen. 4:4 - was für ein Thriller. Und was für eine Werbung für den Hallenhockey-Sport.
Spanien feiert wichtigen Sieg gegen Belgien
Vor dem Primetime-Spiel zwischen den Hallen-HONAMAS und Irland gab es in Pool B noch das Aufeinandertreffen zwischen den beiden Hockey-Nationen Belgien und Spanien. Es entwickelte sich von Start weg ein absolutes Spitzenspiel, das hin und her wog. Das letzte Viertel war an Spannung kaum zu überbieten, Spanien konnte immer vorlegen und führte regelmäßig, aber die Belgier ließen nicht locker. Am Ende tauschten beide Teams ihre Goalies gegen zusätzliche Feldspieler. Das sorgte für noch mehr Dramatik. Spanien siegte schließlich durch ganz später Tore mit 6:5.