U21-Europameisterschaft 2026 in Valencia
Männliche U21 verliert Finale und wird EM-Zweiter
01. August 2026
Mit einer bitteren 1:4-Niederlage gegen die Niederlande wird die männliche U21-Nationalmannschaft EM-Zweiter.
Torschützen:
0:1 Peppe Veen (2. Minute)
0:2 Thies Bakker (22.)
1:2 Paul Babic (26.)
1:3 Pepijn van der Valk (44.)
1:4 Sander van de Putte (60.)
Die erste Hälfte:
Die männliche U21 geriet früh in Rückstand durch den niederländischen Führungstreffer in der 2. Minute. Deutschland konnte eine erste Torannäherung der Niederlande nur in den Schläger von Joppe Wolbert klären, der den vor Keeper Jasper Ditzer postierten Peppe Veen sah. Wolberts gezieltes, hartes Anspiel vollendete Veen per Stecher unter die Latte in das deutsche Tor zur frühen niederländischen Führung. Das deutsche Team wirkte im Anschluss keineswegs geschockt und spielte munter nach vorne. Die deutschen Offensivbemühungen wurden allerdings in der 12. Minute durch eine gelbe Karte mit zehn Minuten Zeitstrafe für Jonas von Gersum jäh unterbrochen und das deutsche Team zog sich in der Folge zunächst zurück.
Während der deutschen Unterzahl kam die Niederlande zu zwei Torchancen, zunächst nach einer Strafecke in der 18. Minute, die Keeper Ditzer und Ben Hasbach im Verbund klärten. Bei einer weiteren scharfen Hereingabe von Wolbert aus der zweiten Reihe verpasste Thije Bakker per Stecher knapp das deutsche Tor. Dieses traf kurze Zeit später Thies Bakker für die Niederländer zum 2:0-Treffer. Sekunden zuvor war die Gleichzahl durch von Gersums Abbüßen der Zeitstrafe wiederhergestellt, aber die niederländischen U21-Junioren waren bei einem Seitenausball schneller als das deutsche Team. Timme van der Heijden wurde mit dem Rücken zum Tor auf Höhe der deutschen Viertellinie angespielt, zog den Ball einmal um seine eigene Achse, um von dort einen perfekten Pass in den Lauf von Thies Bakker zu spielen. Bakker war einen Schritt schneller als Kapitän Paul Glander und legte den Ball im Sprint an Keeper Ditzer vorbei in das deutsche Tor (22.). Kurze Zeit später gelang dem deutschen Team allerdings die Antwort mit dem 1:2-Anschlusstreffer. Der unermüdliche Paul Babic leitete den Treffer selbst ein, dieser kam über Umwege erneut zu ihm und per Schlenzer in das lange Eck markierte Babic das 1:2 aus deutscher Sicht (26.). Deutschland hatte nun seine beste Phase der ersten Halbzeit und Maximilian Stahmann hatte kurz vor dem Pausenpfiff noch eine gute Gelegenheit, bekam bei seinem Abschluss aber nicht genug Druck hinter den Ball.
Die zweite Hälfte:
Die Deutschen waren im dritten Viertel sichtlich bemüht weiter nach vorne zu spielen und sich Chancen herauszuspielen. Die beste Chance im dritten Abschnitt hatte Ben Hasbach mit einem Schlenzer, der für Keeper Diederik van den Hoek auf niederländischer Seite aber keine echte Herausforderung darstellte. Deutschland rannte weiter an, aber der Gegner erzielte das nächste Tor. Bei einem niederländischen Offensivvortrag konnte die deutsche Defensive einen Ball nur vor die Füße von Pepijn van der Valk klären und dieser schloss technisch anspruchsvoll mit einem Rückhandschlag ab. Van der Valks Abschluss schlug im linken unteren Eck ein und die Niederländer stellten auf 3:1 (44.).
Auch im Schlussviertel hatte Deutschland mehr Spielanteile, aber die Niederländer die besseren Chancen. Ein harmlos aussehender Abschluss Bakkers von der Schusskreiskante traf den linken Pfosten in der 51. Minute. Auf der anderen Seite setzte sich Hasbach im gegnerischen Schusskreis elegant durch, bei seinem Abschluss auf das Tor stand ihm aber unmittelbar ein niederländischer Verteidiger im Weg und es gab in der Folge nur Strafecke. Den Eckenabschluss von Glander konnte der erste niederländische Rausläufer über das Tor abfälschen und die Zeit wurde knapp für ein mögliches deutsches Comeback. Trainer Mirko Stenzel nahm bereits acht Minuten vor Schluss Keeper Ditzer für einen weiteren Feldspieler vom Feld und beinahe zahlte sich dieser Schachzug postwendend aus. Deutschland kam über den linken Flügel vor das niederländische Tor, von Gersums Ablage auf Ferdinand Steinebach konnte dieser aber nicht auf das Tor bringen. Deutschland hatte noch eine weitere Strafeckengelegenheit, die aber verpuffte. In der letzten Minute erzielten die Niederländer gegen eine aufgerückte deutsche Mannschaft noch den Treffer zum 4:1 durch Sander van de Putte nach einem Konter (60.).
Die Szene des Spiels:
Das niederländische Tor zum 0:2 durch Thies Bakker nach einer herausragenden Vorlage von Timme van der Heijden.
Die Stimme zum Spiel:
Trainer Mirko Stenzel: "Wir hatten einen unglücklichen Start mit dem frühen Gegentor und der gelben Karte, die uns Energie gekostet hat. Von unserer Defensivstruktur und unserer offensiven Spielanlage haben wir danach vieles richtig gemacht und wir hatten insgesamt mehr vom Spiel, aber zum einen fehlte die technische Qualität, um unsere Chancen zu nutzen, und an der einen oder anderen Stelle auch das nötige Spielglück. Gleichzeitig war die Niederlande technisch sehr stabil und brutal effizient in unserem Kreis. Insgesamt kann die Mannschaft enorm stolz auf sich sein hier ins Finale eingezogen zu sein und auch zu jedem Zeitpunkt des Spiels trotz aller Widrigkeiten an den Sieg geglaubt zu haben und dabei mutig weiterzuspielen."