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WM 2026 in Belgien und den Niederlanden

HONAMAS trennen sich 1:1-Unentschieden im letzten WM-Gruppenspiel

19. August 2026

Die deutschen Hockey-Herren haben bei der WM in Belgien und den Niederlanden ungeschlagen die Zwischenrunde erreicht nach einem 1:1-Unentschieden im letzten Gruppenspiel gegen Frankreich.

 Torschützen:

 1:0 Justus Weigand (42. Minute)

1:1 Louis Haertelmeyer (59.)

Die erste Hälfte:

Wer gedacht hatte, dass es die deutsche Mannschaft, die sich ja schon vorzeitig für die WM-Zwischenrunde qualifiziert hatte, gegen Frankreich ruhiger angehen lassen würde, der sah sich getäuscht. Die leicht umgebaute DHB-Auswahl (unter anderem Linus Müller und Malte Hellweig kamen auf ihre ersten WM-Minuten überhaupt) spielte im Dauerregen von Wavre von Beginn an mutig nach vorne und kombinierte sich immer wieder in den Schusskreis durch. Justus Weigand und Hugo von Montgelas hatten folgerichtig auch schon früh gute Abschlusschancen. In Abwesenheit von Kapitän Tom Grambusch, Thies Prinz trug für ihn die Kapitänsbinde, hielt auch die junge Defensive um Teo Hinrichs und Antheus Barry gut dicht.

Kurz nach Beginn des zweiten Viertels musste dann Goalie Jean Danneberg erstmals eingreifen. Souverän entschärfte der Torwart mit dem Schoner einen gefährlichen Schuss der Franzosen aus kurzer Distanz. Die erste Strafecke für Deutschland, geschossen von Jakob Brilla, landete in der ersten Welle der Franzosen. Sie war das Startsignal für weitere gute Offensivaktionen. Hellwig hätte mit einem herrlichen Heber fast die Führung erzielt. Es war Hannes Müller, der kurze Zeit später im Mittelpunkt stand, aber mit einem Rückhandstrahl knapp verzog. Danach sollte sich bis zur Halbzeit in einem intensiven Kampfspiel nichts ändern. Zur Pause blieb es beim 0:0.

Die zweite Hälfte:

Frankreich tat nach dem Wechsel mehr für das eigene Spiel und versuchte jetzt höher zu pressen. Deutschland kam aber dennoch auch weiterhin zu Abschlüssen. Nach schöner Vorarbeit von Michel Struthoff und von Montgelas war es Hellwig, der gut abschloss. Kurz danach vergab Brilla eine Strafecke. Dann aber klingelte es schließlich doch im Kasten der Franzosen: Thies Prinz brachte die Kugel vom linken Kreisrand direkt vor das Tor, wo Justus Weigand völlig freistand und locker zum 1:0 abstaubte.

Zu Beginn des letzten Viertels war es wieder der befreit aufspielende Hellwig, der mit einem schönen Schuss das Tor aber doch um einiges verfehlte. Die Kugel ging weit über den Kasten. Der Ball lief jetzt immer wieder flüssig und präzise durch die deutschen Reihen. Die Mannschaftsteile griffen wunderschön ineinander. Frankreich nahm aber noch den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Feld und versuchte den Druck zu erhöhen. In einem Konter blieb ein französischer Spieler im Mittelfeld an Benedikt Schwarzhaupt hängen und der Schiedsrichter entschied auf gelbe Karte, sodass die Deutschen die letzten zu zehnt verteidigen mussten. Tatsächlich fiel dann eine Minute vor Schluss noch der 1:1-Ausgleichstreffer. Eine scharfe Hereingabe von der rechten Seite brachte Timothée Clement zunächst per Stecher auf das deutsche Tor, Onyekwue Nnaji reagierte instinktiv überragend, war aber beim Nachschuss von Louis Haertelmeyer machtlos. Somit endete ein positiver deutscher Auftritt im letzten Spiel mit einem 1:1-Unentschieden.

Die Szene des Spiels: 

Der wunderschöne und präzise Steckpass von Thies Prinz vor dem 1:0 durch Weigand brachte den Stürmer perfekt in Position. 

Stimmen zum Spiel:

Bundestrainer André Henning: "Wir haben das Spiel komplett in der Hand gehabt, machen eine fantastische Partie und kriegen dann nach einem sehr seichten Pfiff die Karte. Das war bei aller Neutralität sehr unglücklich für uns. Danach kriegen wir dann in Unterzahl den Ausgleich. Die Jungs haben es heute sehr gut gemacht bei gefühlt acht Grad und Dauerregen. Wir waren ja schon vorher durch. Und dennoch hat es diese junge Mannschaft sehr erwachsen gespielt. Ab dem zweiten Viertel waren wir dominant und überlegen. Es hätte leicht 2:0 oder 3:0 stehen können, jetzt steht am Ende ein 1:1, damit kann ich aber auch gut leben."

Kapitän Thies Prinz: "Wir haben 60 Minuten sehr gut gespielt, ich weiß nicht wie viele Chancen Frankreich überhaupt hatte. Dass es jetzt 1:1 zu Ende gegangen ist, ist ärgerlich. Trotzdem: Wir nehmen wahrscheinlich drei Punkte mit in die nächste Runde und darüber sind wir sehr happy. Wir sind eine gute Einheit, jeder kämpft für den anderen. Hinten stehen wir hervorragend bis jetzt. Vorne im Angriff haben wir noch Luft nach oben.“

Torschütze Justus Weigand: "Die Bedingungen waren heute schwierig. Hockey wird durch den Dauerregen anders. Bei meinem Tor habe ich richtig gestanden. Es kommt immer stark auf die Vorarbeit auch an, die war heute von Thies herausragend. Jetzt heißt es zwei Tage zu regenerieren und dann freuen wir uns, dass es bei dieser WM so richtig losgeht."

Der Ausblick:

Die deutschen Herren spielen ihr erstes von zwei Spielen in der Zwischenrunde am Freitag, den 21. August. Uhrzeit und Gegner stehen noch nicht fest.

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