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WM 2026 in Belgien und den Niederlanden

HONAMAS erhalten Dämpfer - 1:2-Niederlage gegen Spanien

21. August 2026

Die deutschen Hockey-Herren haben sich im ersten Spiel der WM-Zwischenrunde mit 1:2 Spanien geschlagen geben müssen.

Torschützen:

1:0 Justus Weigand (26. Minute)

1:1 José Basterra (7m ; 30.)

1:2 José Basterra (50.)

Die erste Hälfte:

Im Spiel gegen Spanien kamen Johannes Große zum 150. und Michel Struthoff zum 50. Länderspiel für Deutschland. Das erste Zwischenrundenspiel der deutschen Mannschaft gegen Spanien wurde von beiden Teams sofort temporeich geführt. Gerade drei Minuten waren gespielt, als Christopher Rühr rechts schön freigespielt wurde, seinen Pass in die Mitte nahm Hannes Müller allerdings mit der Rückseite des Schlägers. Kurze Zeit später prüfte Paul Kaufmann den spanischen Goalie aus kurzer Distanz. Die deutschen Herren bestimmten weiter das Spiel und hatten gute Chancen durch Rühr (9.) und eine abgefälschte Hereingabe von Müller (11.), die der auffällige Rühr knapp verpasste. Spanien merkte man die schweren Beine an: die Iberer hatten erst tags zuvor in einem umkämpften Match gegen Irland die Zwischenrunde klar gemacht.

Knapp zwei Minuten nach Beginn des zweiten Viertels gab es die erste Strafecke für Deutschland, die Kugel wurde aber verstoppt. Spanien wurde danach etwas mutiger, größere Chancen blieben aber Mangelware. Ganz anders die DHB-Herren: Nach herrlicher Hereingabe von Michel Struthoff von der linken Seite stand wieder einmal Stürmer Justus Weigand goldrichtig und schob eiskalt zur Führung ein (26.). Dieses 1:0 war hochverdient. Als sich in der gut gefüllten Belfius-Arena alle schon auf die Halbzeitpause eingestellt hatten, fiel dann wie aus dem Nichts noch der Ausgleich: Rühr hatte den eingelaufenen Xavier Gispert gefoult, den fälligen Siebenmeter schweißte José Basterra oben rechts in den Winkel (30). Jean Danneberg hatte keine Abwehrmöglichkeit. Mit diesem für Spanien sehr schmeichelhaften 1:1 wurden die Seiten gewechselt.

Die zweite Hälfte:

Im dritten Viertel entwickelte sich ein offeneres Spiel. Spanien lauerte auf Konter, Deutschland presste nicht mehr so hoch. Dennoch hatte das Team von André Henning die besseren Chancen. Paul Kaufmann hätte mit einem traumhaften Heber fast die Führung erzielt (34.). Auf der Gegenseite zeigte sich Danneberg bei einer Hereingabe auf dem Posten. Eine Strafecke für Spanien sorgte kurz danach für große Gefahr, Müller wehrte den Ball aber sensationell ab. Die Mannschaft von Trainer Max Caldas war jetzt voll im Spiel. Drei Minuten vor Ende des dritten Viertels gab es wieder Strafecke für Spanien, aber die erste Welle der DHB-Auswahl konnte die Kugel abfangen. Es waren auch kleinere Unkonzentriertheiten bei den Deutschen, die den Gegner stark gemacht hatten.

Im letzten Viertel wog das Match hin und wer, beide Teams spielten voll auf Sieg. In der 50. Minute flog ein abgefälschter Ball durch den Kreis, Danneberg versuchte zu klären, spielte die Kugel aber in den Schläger von Basterra, der aus kurzer Distanz und spitzem Winkel traf. Deutschland schüttelte sich kurz und kam dann durch Thies Prinz‘ 3-D-Dribbling auf der Grundlinie zum nächsten gefährlichen Abschluss. Zu dem Zeitpunkt waren noch sechs Minuten zu spielen. In der 57. Minute nahm André Henning den Torwart vom Feld. In allerletzter Sekunde spielte Kapitän Tom Grambusch einen Verzweiflungsball in den Schusskreis, in der Mitte verpassten zwei deutsche Spieler und der Ball landete unberührt im spanischen Tor. Damit blieb es beim 1:2-Endstand.

 Die Szene des Spiels: 

 Der 1:0-Treffer und die mustergültige Vorlage von Struthoff, der mit einem messerscharfen Pass Weigand am zweiten Pfosten so bediente, dass dieser nur noch seinen Schläger hinhalten musste.

Stimmen zum Spiel:

Bundestrainer André Henning: "Wir haben den Matchplan nicht umgesetzt und vor allem im letzten Drittel zu viel um den heißen Brei herumgespielt. Wir waren nicht aggressiv genug, es gab keine Killermentalität und im Kreis haben wir zu oft die falschen Entscheidungen getroffen. Eigentlich ein klassisches "No-Go"-Verhalten auch in bestimmten Bereichen. Davon hatten wir zu viel. Der Ärger ist auf jeden Fall da, weil es eine selbst produzierte Niederlage ist. Auch wenn man sich beide Szenen, die zu unseren Gegentoren geführt haben, anschaut: Das sind Fehlerketten. Vor dem Siebenmeter waren es zum Beispiel zwei, drei Fehler. Ich bin heute vielleicht auch nicht so rangekommen an die Jungs, es war nicht so coachable mit den Jungs, wie sich das normalerweise anfühlt. Es bleibt bis zum letzten Spieltag hier sehr knapp."

Kapitän Tom Grambusch: "Ich bin sehr enttäuscht. Wir hatten in der ersten Hälfte alles im Griff und haben dann nach der Pause den Faden verloren. Wir haben ihnen das zweite Gegentor geschenkt und haben es am Ende auch nicht geschafft Chancen herauszuspielen. Wir haben nicht unverdient verloren. Das Gegentor kurz vor der Pause hat uns schon noch ein paar Minuten beschäftigt. Spanien ist dann stärker geworden und hat es auch defensiv gut gemacht." 

Michel Struthoff: "Wir haben gut angefangen, aber dann den Matchplan etwas aus dem Kopf verloren. Wir haben Dinge anders gemacht, als vorher besprochen. Dann reichen ein paar kleine Dinge schon - und es läuft gegen dich. Das war heute ein wichtiges Learning. Wir haben vorne noch Potenzial zum Toreschießen, das ist offensichtlich. Meine Torvorbereitung für Justus war eigentlich ein blindes Ding, er hat dann glücklicherweise noch irgendwie den Schläger hingehalten. Wir müssen das Spiel jetzt abhaken und daran arbeiten, dass es gegen Australien besser läuft. Davon gehe ich auch aus."

Der Ausblick:

Im zweiten Zwischenrundenspiel treffen die deutschen Hockey-Herren am Sonntag, den 23.08., um 17:30 Uhr in Wavre auf Australien. 

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