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WM 2026 in Belgien und den Niederlanden

Voll im Tunnel - voll auf Kurs

Philipp Föhre

20. August 2026

Die beiden deutschen Mannschaften stehen bei der WM in der Zwischenrunde: die Herren spielten sich souverän durch ihre ersten drei Matches. Der Coup gegen Belgien war dabei etwas Besonders. Die DANAS zeigten ebenfalls, dass mit ihnen zu rechnen ist. Unsere Vorrunden-Bilanz.

Souverän durch die Vorrunde: Honamas setzen Ausrufezeichen

Mit starken Auftritten haben sich die deutschen Hockey-Herren souverän für die Zwischenrunde qualifiziert. Nach dem Auftaktsieg gegen Malaysia folgte im Topspiel gegen Gastgeber und Topfavorit Belgien ein herausragender 1:0-Erfolg, ehe die DHB-Auswahl gegen Frankreich mit einem 1:1 die Vorrunde abschloss. Zwei Siege, ein Unentschieden – vor allem aber das klare Signal einer Mannschaft, die fokussiert, geschlossen und mit großem Selbstvertrauen auftritt.

Der Sieg gegen Belgien in Wavre war dabei das große Ausrufezeichen. Vor den Augen von rund 10.000 Zuschauern lieferte die deutsche Mannschaft gegen den Topfavoriten eine herausragende Defensivleistung und verteidigte den knappen Vorsprung mit großer Disziplin und Leidenschaft. "Ich habe selten ein Team gesehen, das so viel richtig gemacht hat im eigenen Schusskreis. Sie haben immer noch mal einen Stock dazwischen bekommen und wenn alle Stricke gerissen sind, war unser Torwart da", lobte Bundestrainer André Henning seine Mannschaft hinterher. "Den Gastgeber vor gefühlt 20.000 Zuschauern bei einer WM zu schlagen, ist natürlich ein tolles Ausrufezeichen. Die Mannschaft kann auf diese Entwicklung stolz sein." Einer, der entscheidend dazu beitrug, war Jean Danneberg: Der deutsche Keeper hielt den Sieg insbesondere am Ende mit starken Paraden fest und präsentierte sich schon jetzt in Gold-Form.

Bemerkenswert ist zudem, wie selbstverständlich sich auch die jungen Spieler in diese Mannschaft eingefügt haben. Justus Warweg, Jakob Brilla oder auch Hugo von Montgelas haben auf Anhieb geliefert und gezeigt, dass auf die nächste Generation Verlass ist. Gleichzeitig geben die Führungsspieler um Kapitän Tom Grambusch, Christopher Rühr und Thies Prinz der Mannschaft Stabilität und bilden eine starke Achse. Auch gegen Frankreich war Deutschland über weite Strecken die klar bessere Mannschaft, dominierte das Spiel und erspielte sich reihenweise gute Möglichkeiten. Das 1:1 war am Ende eher schmeichelhaft für die Franzosen – für die HONAMAS überwog hinterher dennoch der positive Gesamteindruck der Vorrunde.

"Nach den ersten drei Spielen kann man auf alle Fälle sagen, dass wir Chancen haben. Ich finde es immer schwierig, die Sachen zu vergleichen. Aber das Gefühl, das ich habe, ist sehr, sehr positiv", sagte Justus Weigand, der gegen Frankreich den deutschen Treffer erzielte. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt ohnehin nicht: In der Zwischenrunde wartet am Freitagnachmittag um 17 Uhr in Wavre zunächst Australien. Am Sonntag folgt anschließend entweder Spanien oder Irland. Ein Sieg braucht die Truppe aus zwei Spielen, um ins Halbfinale einzuziehen. Diese hoch veranlagte DHB-Auswahl geht mit viel Selbstvertrauen und voll fokussiert in die nächste Turnierphase – und mit dem guten Gefühl, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.

Gute Auftritte mit einem Dämpfer: DANAS machen Lust auf mehr 

Zwei Siege und eine Niederlage lautet das sportliche Fazit der Gruppenphase der deutschen Damen-Nationalmannschaft. Bei beiden Gruppenspielen gegen Schottland und die USA waren die DANAS spielerisch überlegen, gegen Argentinien die bessere Mannschaft. 

Die Statistik der Kreiseintritte beim Spiel gegen Argentinien sprach mit 20:5 eigentlich eine eindeutige Sprache, das Endergebnis ging dennoch positiv für die Argentinierinnen aus. Früh gerieten die DANAS in den Rückstand, kämpften sich in kürzester Zeit wieder ran, um dann einen streitbaren Siebenmeter gegen sich gepfiffen zu bekommen und noch das Spiel zu verlieren. Die Frustration bei der Mannschaft war hoch nach dem Spiel und das auch verständlicherweise. Die Argentinierinnen spielten mehr als drei Viertel destruktives Hockey, igelten sich in ihrer eigenen Hälfte ein und wollten sich nicht am Spiel beteiligen. Dennoch machten die DANAS, wie auch in den anderen beiden Gruppenspielen, zu wenig aus ihren Möglichkeiten, während die Weltranglistenzweiten das Maximum herausholten. Mit dem Druck des Entscheidungsspiels gegen die USA gingen die deutschen Damen aber souverän um und ließen im gesamten dritten Gruppenspiel keine Zweifel an ihrem Siegeswillen und ihrer Überlegenheit aufkommen. 

Vor allem in den beiden Gruppenspielen gegen Argentinien und die USA waren es auch die (erfahrenen) Führungsspielerinnen, die in unerbittlichen Zweikämpfen die Stirn boten. Wie auch die Kapitänin Lisa Nolte nach dem Spiel gegen die USA sagte: "Der Schlüssel war heute das Vertrauen in die eigenen Stärken." Das gilt für die DANAS als Mannschaft, wie auch für die kommenden Partien in der Zwischenrunde. Die Mannschaft von Trainerin Janneke Schopman trifft zunächst am Samstag auf den Ersten und am Montag auf den Zweiten aus der Gruppe C. Schopman betont: "In zwei Tagen gibt es das nächste Finale. Wir können hier jedes Spiel gewinnen.“

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Philipp Föhre

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