Hockey-WM in Belgien und den Niederlanden
DHB-Damen verlieren gegen Belgien und verpassen WM-Halbfinale
22. August 2026
Die deutschen Hockey-Damen haben ihr erstes von zwei Zwischenrundenspielen bei der WM verloren. Gegen Belgien hieß es am Ende 1:3. Das Halbfinale ist damit verpasst.
Bitterer Abend für die deutschen Damen bei der WM: Gegen Belgien setzte es eine am Ende verdiente 1:3-Niederlage. Mit der Niederlage verpasst die deutsche Mannschaft das Halbfinale.
Torschützen:
0:1 Delphine Marien (23. Minute)
1:1 Lisa Nolte (32.)
1:2 Stephanie Vanden Borre (34.)
1:3 Charlotte Englebert (42.)
Die erste Hälfte:
Deutschland hatte von Beginn an mehr Ballbesitz, aber die Belgierinnen lauerten auf ihre Chancen bei deutschen Ballverlusten und die deutschen Damen wirkten zu Beginn noch etwas nervös. Die erste gute Chance für Deutschland kam in der 6. Minute nach einem Strafecken-Konter und einem Doppelpass von Lynn Krings mit Friederike Heusgen, den Krings allerdings nicht vollenden konnte. Die DANAS hatten im Spielaufbau Probleme das belgische Pressing zu überspielen. Es entwickelte sich im ersten Viertel eine Partie ohne statische Momente. Das Spiel wog hin und her, der letzte Pass kam auf beiden Seiten jedoch selten an.
Der erste solcher Art führte direkt zum Tor, auf belgischer Seite. Judith Vandermeiren fand mit einem präzisen Steckpass Delphine Marien, die Torhüterin Finja Starck aus kurzer Distanz überwinden konnte und zum 1:0 für die Belgierinnen traf (23.). Die Belgierinnen wurden jetzt stärker. Die nächste gute Torchance hatte allerdings Deutschland durch Jette Fleschütz, deren Schlenzer auf das belgische Tor aber zu zentral platziert war und Elena Sotgiu im belgischen Tor den Ball abwehren konnte. Auf der anderen Seite hatten die Belgierinnen eine Reihe von Strafecken, die die Deutschen aber allesamt abwehren konnten.
Die zweite Hälfte:
Gleich nach Wiederanpfiff kam Deutschland gefährlich in den Kreis und Johanna Hachenbergs Schuss wurde mit dem Fuß von einer belgischen Verteidigerin abgewehrt. Mit der folgenden Strafecke traf Deutschland zum 1:1-Ausgleich. Mit einer Stecher-Variante traf Lisa Nolte nach Vorlage von Lilly Stoffelsma in der 32. Minute. Die Belgierinnen antworteten ihrerseits aber auf der anderen Seite mit einer verwandelten Strafecke von Stephanie Vanden Borre, die mit ihrem Abschluss trocken unten links ins Eck traf (34.). Die Deutschen luden die Belgierinnen weiterhin mit leichten Fehlern im Spielaufbau ein und Torhüterin Nathalie Kubalski musste, wie in der 39. Minute, mehrmals auszeichnen bei belgischen Tempogegenstößen. Die belgische Kapitänin Charlotte Englebert verpasste in der 41. Minute nur knapp, kurz vor dem deutschen Tor. Kurz darauf parierte sie einen weiteren Abschluss von Englebert, beim Nachschuss bekam sie allerdings nicht mehr zeitig ihre Beine zu und Englebert erhöhte auf 3:1 für die Belgierinnen.
Yani Zhong hatte in der 53. Minute die Großchance auf den Anschlusstreffer nach Vorlage von Fleschütz, Zhongs Abschluss in das kurze Eck konnte die belgische Torhüterin allerdings abwehren. Fünf Minuten vor dem Ende nahm Schopman Kubalski vom Platz und Deutschland ging "all in". Fleschütz hatte nach einer tollen Einzelaktion den Anschluss auf dem Schläger, aber der Abschluss geriet zu zentral. Die Uhr tickte unaufhaltsam herunter. Friederike Heusgen musste zu allem Überfluss auch noch verletzt vom Platz. Felicia Wiedermann sah noch die Grüne Karte und musste ebenfalls nach dem Zweikampf verletzt den Platz verlassen. Am Ende spielten es die Belgierinnen einigermaßen souverän nach Hause und es blieb bis zum Schluss beim aus deutscher Sicht bitteren, aber nicht unverdienten 1:3.
Die Szene des Spiels:
Der zwischenzeitliche Ausgleich war schön herausgespielt. Stoffelsma legte die Strafecke nach einer Stecher-Variante auf Lisa Nolte und die Kapitänin vollendete gekonnt.
Die Stimmen zum Spiel:
Lucina Von Der Heyde: "Wir hätten die Punkte gebraucht, dementsprechend sind wir jetzt sehr enttäuscht. Wir haben nicht so in unser Spiel gefunden gegen einen guten Gegner. Wir dürfen aber jetzt nicht aufhören und wollen im nächsten Spiel weiter unser Bestes geben."
Linnea Weidemann: "In uns steckt viel mehr als so früh im Turnier auszuscheiden. Die Belgierinnen waren aber heute auch sehr gut und es hätte eine sehr, sehr gute Leistung von uns gebraucht, um sie zu besiegen. Sie waren früher am Ball, wir waren vielleicht auch das aufgeregtere Team und daher haben wir verdient verloren."
Bundestrainerin Janneke Schopman: "Natürlich hatten wir uns mehr erhofft. Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht und müssen vielleicht mehr Tore machen in der ersten Halbzeit. Wir schießen auf das Tor, aber nicht in das Tor. Die Gegnerinnen sind gut gewesen, aber auch nicht super stabil im Ballbesitz. Der Unterschied ist heute die Qualität der Torabschlüsse gewesen."
Der Ausblick:
Nach dem Spiel gegen Belgien spielen die DANAS im zweiten Zwischenrundenspiel der Gruppe F gegen Spanien am Montag, den 24.08., um 17:30 Uhr in Wavre. Das Halbfinale können sie nach der Niederlage am Samstag aber nicht mehr erreichen.