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WM 2026 in Belgien und den Niederlanden

DANAS verlieren bitter 2:3 gegen Argentinien

17. August 2026

In einem umkämpften Duell mit Argentinien müssen sich die deutschen Hockey-Damen nach tollem Comeback am Ende mit 2:3 geschlagen geben.

Torschützinnen:

0:1 Eugenia Trinchinetti (2. Minute)

0:2 Agustina Gorzelany (48.)

1:2 Lisa Nolte (51.)

2:2 Sonja Zimmermann (53.)

2:3 Agustina Gorzelany (55.)

Die erste Halbzeit:

Die DANAS gerieten früh im Spiel in Rückstand. Mit dem ersten Ballbesitz erspielte sich Argentinien eine Strafecke und mit der Wiederholungsecke fiel das Tor zum 1:0 in der 2. Minute für Argentinien durch Eugenia Trinchinetti, die einen argentinischen Eckenabschluss in das deutsche Tor abfälschte. Bei beiden Ecken konnte Finja Starck die Abschlüsse gut parieren, bei der zweiten Ecke landete der Ball aber wieder bei den Argentinierinnen und Trinchinetti war es schließlich, die entscheidend abfälschte. Die erste deutsche Torannäherung kam in der 7. Minute, doch Lisa Nolte verpasste eine scharfe Hereingabe von Stoffelsma in der Mitte knapp. Die Argentinierinnen ließen sich im deutschen Ballbesitz tief fallen und verteidigten im tiefen Block im 5-3-2.

Auch im zweiten Viertel wählten die Argentinierinnen weiter einen defensiven Ansatz und ließen die deutschen Damen kommen. Diese hatten auch durch Jette Fleschütz in der 20. Minute einen weiteren guten Abschluss und kamen auch im weiteren Verlauf des zweiten Viertels zu Chancen. Die beste hatte Kapitänin Linnea Weidemann in der 25. Minute nach einem schnell ausgeführten Freischlag und der Vorlage von Luciana Von Der Heyde, ihr Abschluss traf aber nur die Seite des argentinischen Gehäuses.

Die zweite Halbzeit:

Argentinien nahm im dritten Viertel wieder aktiver am Spielgeschehen teil und beschäftigte und zermürbte die DANAS vor allem im Mittelfeld in engen Zweikämpfen um den Ball. Der deutschen Mannschaft fehlte es an Präzision im Passspiel, um sich klare Torchancen herauszuspielen.

In der 48. Minute ergab sich aus einem deutschen Ballverlust eine gute Konterchance für Argentinien, bei der Lara Casas von Linnea Weidemann auf ihrem Weg zum deutschen Tor entscheidend gestört wurde und die Schiedsrichterinnen nach Hinzunahme des Videobeweises auf Siebenmeter entschieden. Diesen verwandelte die Argentinierin Agustina Gorzelany flach unten im deutschen Tor und stellte auf 2:0 für Argentinien. Die deutschen Damen kämpften sich aber zurück in das Spiel und erzielten durch Lisa Nolte in der 51. Minute den 1:2-Anschlusstreffer. Eingeleitet wurde der Treffer durch Johanna Hachenberg, die von der linken Seite in die Mitte zog und Nolte beim Einlaufen in den Schusskreis bediente. Diese brachte den Ball unter der argentinischen Torhüterin Cosentino im Tor unter.

Kurz darauf drang Deutschland erneut in den argentinischen Schusskreis vor und Jette Fleschütz erzwang eine deutsche Strafecke. Den ersten Versuch von Schützin Sonja Zimmermann konnte Cosetino noch parieren, bei der Wiederholungsecke von Zimmermann war sie allerdings machtlos. Zimmermann erzielte mit einem schönen Schlenzer in das lange Eck den 2:2-Ausgleich in der 53. Minute. Die Deutschen mussten aber weiter aufmerksam bleiben, denn kurze Zeit später bekam Argentinien eine weitere Strafecke zugesprochen. Kubalski tauchte beim Abschluss von Gorzelany und vereitelte die argentinische Großchance. In der 55. Minute musste sich Kubalski allerdings geschlagen geben und Gorzelany erzielte ihren zweiten Treffer des Spiels zum 3:2. Bei Gorzelanys flachem halbrechten Abschluss war Kubalski mit dem Fuß noch dran, konnte den Ball aber nicht mehr entscheidend abwehren. Die Strafecke war den Argentinierinnen zuvor zugesprochen worden, nachdem die deutsche Verteidigung bei einem Freischlag vor dem Schusskreis nicht genug Abstand genommen hatte. In der Folge drückte die deutsche Mannschaft auf den erneuten Ausgleich, dieser sollte aber nicht mehr gelingen und das deutsche Team musste sich mit 2:3 geschlagen geben.

Die Szene des Spiels:

Das 1:2 von Lisa Nolte, bei dem die deutsche Offensive durch Johanna Hachenberg die Lücke in der argentinischen Defensive nutzte und Hachenberg in Bedrängnis vor dem Schusskreis die einlaufende Nolte sah und diese mit ihrem Abschluss im Fallen die argentinische Torhüterin düpieren konnte.

Die Stimmen zum Spiel:

Bundestrainerin Janneke Schopman: „Wir sind frustriert und enttäuscht. Jedes Spiel ist hier ein Finale. Heute war es eines, Mittwoch ist gegen die USA das nächste. Es geht weiter. Wenn ich sehe, wie wir heute als Einheit  aufgetreten sind, habe ich das volle Vertrauen, dass wir in diesem Turnier auch weitergehen.“

Sonja Zimmermann: Wir hatten etwas mit den Nerven zu kämpfen. Da merkt man, dass wir keine so sehr erfahrene Truppe sind. Nichtsdestotrotz haben wir uns hier reingekämpft. Haben über weite Strecken sogar die Argentinierinnen dominiert. Sind in einem irren Fight zurückgekommen und haben das 2:2 erzielt. Dass wir noch verlieren, ist ärgerlich. Die WM ist aber noch lange nicht vorbei für uns. Das USA-Match ist jetzt  natürlich ein Alles-oder-Nichts-Spiel.“

Lisa Nolte: „Es ist gerade wirklich schwer, diese Niederlage zu akzeptieren. Es trifft uns hart. Dieser Kampf aus der zweiten Hälfte, den können wir aber gut mitnehmen. Die „Do-or-die“-Spiele kommen sowieso, jetzt kommen sie halt eher. Es war heute extrem hart, dem frühen Rückstand so lange herzulaufen. Aber wir haben nie aufgesteckt, waren eigentlich schon zum Ende der ersten Hälfte die bessere Mannschaft.“

Der Ausblick:

Nach der bitteren Niederlage gegen Argentinien geht es für die deutschen Damen am Mittwoch, den 19.08., um 14 Uhr gegen die USA in Wavre.

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