WM 2026 in Belgien und den Niederlanden
DANAS verlieren 1:3 gegen Indien und werden WM-Sechste
27. August 2026
Bei einer Partie, die erst in der zweiten Hälfte an Fahrt aufnahm, verlieren die DANAS 1:3 gegen Indien im Spiel um Platz 5 in Amstelveen zum Abschluss der WM.
Torschützinnen:
0:1 Ishika (43. Minute)
0:2 Navneet Kaur (44.)
0:3 Navneet Kaur (47.)
1:3 Lynn Krings (59.)
Die erste Hälfte:
Die erste gefährliche Torannäherung des Spiels gab es auf Seiten der Inderinnen in der 5. Minute nach einer scharfen Hereingabe. Die Deutschen waren im ersten Viertel um Spielkontrolle bemüht und kamen gegen Ende des Viertels besser ins Spiel, der letzte Pass kam allerdings selten an. Kurz vor der Pause kam Jette Fleschütz erstmals gefährlich vor das indische Tor, legte sich den Ball aber etwas zu weit vor. Fleschütz kam dennoch vor ihrer Gegenspielerin an den Ball und provozierte ein Schlägerfoul, woraufhin es erstmals Strafecke für die DANAS gab. Aus dieser und der Wiederholungsecke konnten die DANAS allerdings nicht wirklich gefährlich werden.
Deutschland konnte im zweiten Viertel mehr Druck auf das indische Tor ausüben, die besseren Abschlüsse hatten aber die Inderinnen, wie in der 21. Minute, in der Torhüterin Finja Starck gleich bei mehreren Abschlüssen auf dem Posten stand. Den DANAS fehlte noch ein wenig die Cleverness beim Abschluss und somit ging es mit 0:0 in die Halbzeit.
Die zweite Hälfte:
Mit einem schönen Schlenzer gelang es Hanna Rothländer kurz nach Wiederbeginn die ersten zwei indischen Defensivketten zu überspielen und Lynn Krings in Szene zu setzen. Krings zog in den Schusskreis legte auf Sara Strauss zurück und Strauss traf bei ihrem Abschluss den Ball aber nicht richtig und die Chance für Deutschland verpuffte. Die Inderinnen hatten mit zunehmender Spieldauer Schwierigkeiten sich im Spielaufbau aus der eigenen Hälfte zu kombinieren. In der 43. Minute hatten die DANAS eine weitere Torannäherung, das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Nach einem Steckpass durch das Mittelfeld entlief die indische Spielerin Ishika ihrer Manndeckerin Lisa Nolte, lief allein auf das Tor zu und konnte die herauseilende Nathalie Kubalski im deutschen Tor mit der Rückhand überwinden. Kurz darauf fiel auch noch das 0:2 aus deutscher Sicht nach einer Strafecke durch Navneet Kaur, die halbhoch ins rechte Eck traf.
Kurz nach dem Beginn des vierten Viertels kam es noch dicker für die Deutschen, die einen indischen Angriff nicht konsequent genug verteidigten und Navneet Kaur im Nachschuss per Rückhand zum 3:0 für die Inderinnen traf. In der 50. Minute hatten die deutschen Damen auf der anderen Seite eine gute Chance und Krings verpasste mit ihrem Stecher nach Vorlage von Lucina Von Der Heyde nur knapp das indische Tor. In der 53. Minute hatten die DANAS den nächsten Torabschluss nach einer Strafecke durch Lilly Stoffelsma, deren Abschluss die indische Torhüterin Bichu Devi Kharibam mit dem Fuß jedoch parieren konnte. Nach mehreren Versuchen gelang Krings noch der 1:3-Anschlusstreffer aus deutscher Sicht in der 59. Minute. Eine deutsche Strafecke kurz darauf ging noch an den Pfosten, es blieb dennoch bei der 1:3-Niederlage für die DANAS.
Die Szene des Spiels:
Einer der wenigen Glanzpunkte im Spiel der DANAS war die doppelte Rettungstat von Finja Starck in der 21. Minute, als sie gleich mehrmals zur Stelle war und einen früheren Rückstand verhinderte.
Die Stimmen zum Spiel:
Bundestrainerin Janneke Schopman: „Wir hatten Schwierigkeiten mit dem Platz zu Anfang, im dritten Viertel dominieren wir eigentlich und dann sind es Details, die entscheiden. Nach dem ersten Gegentor war die Luft raus, die Mannschaft hat es weiterhin versucht, aber es hat heute nicht gereicht. Ich bin weiterhin überzeugt davon, dass die Mannschaft eine große Zukunft vor sich hat und was es braucht, um solche Spiele wie dieses und auch das gegen Argentinien zu gewinnen, ist auch Erfahrung und das kommt denke ich auch mit der Zeit.“
Lena Micheel: „Wir sind natürlich enttäuscht, wir hatten das Ziel uns heute einen letzten Sieg und den Platz 5 zu sichern. Wenn wir unsere Chancen, auch aus den Ecken, besser nutzen, wird es auch ein anderes Spiel. In der ersten Halbzeit war es ein schwieriger Start. Dass die Inderinnen die Skills haben das Momentum auf ihre Seite zu ziehen, wussten wir auch im Vorhinein schon.“