Erfahrungsberichte

DSJ Jugendevent

Schlenzi im Stress

DHB-Jugendvertreterkommission beim DSJ-Jugendevent 2011 in Burghausen

Nach dem großen Erfolg des Jugendevents der Deutschen Sportjugend (DSJ) in Weimar vor vier Jahren fand nun am diesjährigen Fronleichnam-Wochenende die Nachfolgeveranstaltung in Burghausen/Oberbayern statt. Hierbei wurde auch seitens der DSJ die DHB-Jugendvertreterkommission eingeladen, um den Hockeysport neben ca. 50 anderen Sportarten vorzustellen.
Die Fahrt zu einem solchen Event bedurfte innerhalb der JVK bereits einige Monate Vorlauf. So musste überlegt werden, welche Dinge mitgenommen werden müssen, wie der Transport organisiert wird, wer die Zeit hat mitzukommen und welche Übernachtungsmöglichkeiten es gibt. Hier konnte man sich vor allem auf Michael Steinmanns Erfahrungen verlassen, der schon 2007 in Weimar dabei war.
Unser Tagesprotokoll:


Mittwoch, 22. Juni (Anreisetag)
Da die Jugendvertreter aus allen Teilen Deutschlands kommen, war ein Treffen direkt in Burghausen geplant. Micha hatte kostenbewusst eine Ferienwohnung für alle gebucht. Friederike und Sophie reisten aus Berlin und Hamburg mit dem Flugzeug an, Felix kam aus Sensheim mit dem Zug. Die drei Westdeutschen Micha, Ivo und Kilian kümmerten sich um die Logistik und „Truppenversorgung“. Es wurde ein Transporter angemietet, Kunstrasenrollen, Airhockeyfeld, alle Arten Lebensmittel und Maskottchen Schlenzi verstaut, und los ging quer durch die Republik. Verstaut blieb das „Unwort des Tages“, denn vor einem langen Wochenende waren wir nicht die einzigen, die in den Süden wollten. 13 Stunden Fahrzeit für knapp 700 Kilometer sind rekordverdächtig. Doch Hockeyspieler sind innovativ. Die Zeit im Stau wurde mit American Football Übungen auf der anderen Seite der Leitplanke verbracht. Schlenzi achtete in der Zeit auf das Auto.

Die letzten 30 Kilometer bis Burghausen soll eine landschaftlich reizvolle Strecke sein, gezeichnet von kleinen Pässen und Wäldern. Leider war es durch die Staus bedingt Mitternacht, außer dunkel nicht zu sehen. Dadurch bedingt kam es zu einer kleinen aber bedeutenden Verwechslung an einer Gabelung. Der Weg führte uns hoch zu einer Burg, über drei bedenklich knarrende Holzbrücken sowie drei schmale Tordurchfahrten, die jäh vor einem verschlossenen Tor endete. Micha musste alle seine Fahrkünste aufbieten, um den Transporter „auf einer Briefmarke“ in der Finsternis zu drehen. Als Großstädter ist man es gewohnt, auch nachts Ureinwohner anzutreffen, die ortskundig sind, in den tiefsten Sackgassen Oberbayerns gestaltete sich dies jedoch etwas schwieriger. Gegen 3.15 Uhr haben wir das Feriendomizil jedoch erreicht. Zeit genug noch für drei Stunden Schlaf.

 


Donnerstag, 23. Juni (The show begins)
Wir haben es gerade noch rechtzeitig geschafft, Airhockeyfeld, Kunstrasen und Glücksrad aufzubauen, schon kamen die ersten Besucher. Diese hatten in der Regel das erste Mal einen Hockeyschläger in der Hand, und trotz Müdigkeit der Anreise erforderte dies unsere ganze Konzentration, die Besucher vor selbst verursachten Unfällen zu schützen. Das Wetter stand uns jedoch Pate, strömender Regen und peitschender Wind verhinderte, dass sich zu viele auf das Airhockey-Feld verliefen, und wir bleiben bei der Witterung zumindest wach.
Den Abend verbrachten wir in unserem Ferienhaus bei Pizza und besprachen die vorliegenden Bewerbungen für das FIH- und DHB-Zertifikat.


Freitag, 24. Juni (Workshop)
Es galt wieder früh aufzustehen, denn das Wetter wurde besser, und es war mit einem größeren Andrang zu rechnen. Unsere Prognosen stimmten, unser Stand war gut besucht. Trotzdem konnten wir immer mal einige die anderen Sportarten besuchen. Micha, Ivo und Felix zeigten dabei, wie unerschrocken Hockeyspieler sind und besuchten unsere Nachbarn vom Skisprung. Felix war dabei so stark, dass er sich für das Skisprungfinale qualifizieren konnte.

Nachmittags boten wir den sehr gut besuchten Workshop „Jugendsprecher“ an. Trotz all der Arbeit blieben wieder einmal paar Minuten Zeit, andere Sportarten zu besuchen. Micha und Felix versuchten sich im Kanu. Felix zeigte wieder Mut und versuchte ohne vorherige Absprache die Eskimorolle, leider blieb es jedoch immer nur bei einer halbe Drehung, so dass uns auch die Sportfreunde des Kanu-Fahrens kennen gelernt haben.
Abends wurde noch schnell im Supermarkt Grillfleisch besorgt, um zum gemütlichen Teil überzugehen. Danach ging es zurück in den Stadtpark, schließlich war „NRW-Party“ vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen.


Samstag, 25. Juni (Schlenzi hat Stress)
Schlenzi lief wie alle Tage über die Anlage und entwickelte sich zum regelrechten Kinder Hotspot. Nur am Stand der Bundeswehr zeigte er sich plötzlich wehrhaft. Er hat sich partout nicht dazu bringen lassen, sich für mehrere Jahre zu verpflichten.
Umso erfolgreicher war Schlenzi beim legendären Maskottchenrennen. Zwar der Athlet mit der größten Schuhgröße, dafür aber als einziger mit Schläger bewaffnet lag er nach 250 Meter auf Position zwei. Das etwas eingeschränkte Sichtfeld sorgte jedoch dafür, dass er das Ziel nicht klar lokalisieren konnte und sich mit dem achtbaren sechsten Platz begnügen musste.
Nach dem Rennen wurde der Stand abgebaut, alles in den Transporter verstaut, zuhause sich frisch gemacht und gegessen. Anschließend ging es zum Abschlusskonzert mit „Clueso“ und „Die fantastischen Vier“.


Sonntag, 26. Juni (Departure)
Während die Zug- und Flugreisenden noch ausschlafen konnten, ging es für die Westler schon früh wieder Richtung Heimat. Nach einem zünftigen Frühstück mit Weißwurst, Brezeln und Blasmusik ging es Richtung Mannheim, die DM-Finalspiele der Herren zu sehen. Staufrei kam man müde aber zufrieden am Abend nach Hause.

Es ist zu bilanzieren, dass sich der Einsatz in Burghausen gelohnt hat. Es gab sehr viele positive Stimmen bezüglich des Engagements der Hockey-Jugend, und wir sind sicher, etliche neue Interessierte für unsere Sportart gefunden zu haben.

 
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