Internationale Verbände

European Hockey Federation

EHF: Seit August 2011 führt erstmals eine Frau den Kontinentalverband an

EHF-Präsidentin Marijke Fleuren (NED)

Die European Hockey Federation (EHF) wurde 1969 gegründet. Sie ist die Dachorganisation für derzeit 43 nationale Hockeyverbände des europäischen Kontinents. Selbstverständlich gehört auch der Deutsche Hockey-Bund zu den EHF-Mitgliedern. Die EHF ist der mitgliedergrößte von fünf Kontinentalverbänden innerhalb des Welthockeyverbandes FIH. Strukturiert ist die EHF ähnlich wie die FIH: Das wichtigste Gremium innerhalb der EHF-Führung ist das Executive Board. Ihm gehört mit Carola Meyer eine Deutsche an. Die Kölnerin wurde 2005 in das 12-köpfige Executive Board gewählt und ist inzwischen Vizepräsidentin. EHF-Präsident war seit 2003 der Spanier Leandro Negre, dessen Vater Pablo 1969 erster Präsident des europäischen Verbandes war. Nach der Wahl Negres zum neuen Welt-Verbandspräsidenten Ende November 2008 wurde der bisherige Vizepräsident Martin Gotherighe zum Interims-Präsidenten berufen. Der Brite hielt die Position bis August 2011, ehe mit der Niederländerin Marijke Fleuren die erste Frau auf den EHF-Chefsessel gelangte. Generaldirektor ist der Ire Angus Kirkland. In 2008 hat die EHF-Zentrale ihren Sitz vom irischen Mount Merrion nach Brüssel in die ehemaligen Geschäftsräume der FIH verlagert.

Gleich nach ihrer Gründung begann die EHF mit der Durchführung europäischer Wettbewerbe. Den Anfang machte der European Nations Cup der Herren 1970. Diese erste offizielle Europameisterschaft gewann die Mannschaft des Deutschen Hockey-Bundes. Viele weitere EHF-Wettbewerbe sind im Lauf der Jahre entstanden, EM-Turniere der Damen (ab 1984), der Junioren (ab 1976), der Juniorinnen (ab 1977) und der Jugend U18 und U16 (ab 2002). Längst werden auch Europameister im Hallenhockey ausgespielt, bei den Herren seit 1974, es folgten die Damen (1975), die Junioren (1982) und Juniorinnen (1991). Große Tradition besitzen auch die europäischen Cupwettbewerbe für Vereinsmannschaften. Den Europacup der Landesmeister gibt es offiziell seit 1974 für Damen und Herren, der Wettbewerb der Pokalsieger (Cup Winners Cup) folgte 1990, im gleichen Jahr begannen auch die Hallen-Europacups der Landesmeister. Neuestes Projekt unter der Schirmherrschaft der EHF ist die Euro Hockey League, die im Herbst 2007 im Herrenbereich startete und die bisherigen Feldturniere der Landesmeister und Pokalsieger ablöste. Ab 2010 folgte auch eine Reform auf weiblicher Seite, wo der Euro Hockey Club Champions Cup eingeführt wurde.

Die Europameisterschaften werden seit 2003 nicht mehr im bisherigen Vier-Jahres-Rhythmus ausgespielt, sondern alle zwei Jahre und im Divisionssystem. Die EM-Turniere haben für die Nationalteams jedes Landes auch Qualifikationscharakter für die jeweils folgenden Olympischen Spiele und Weltmeisterschaften.

» www.eurohockey.org

Die EHF-Präsidenten:

1989 – 73 Pablo Negre (Spanien)
1973 – 03 Alain Danet (Frankreich)
2003 – 08 Leandro Negre (Spanien)
2008 – 11 Martin Gotheridge (England)
seit 2011 Marijke Fleuren (Niederlande)
 
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