Freitag, 11. November - Sonntag, 13. November in Leipzig

Länderspiele mit Polen


Deutschland - Polen 4 : 3 (3:2)

Samstag, 12.11.2005 - 16.00 Uhr in Leipzig


Im zweiten Testspiel für die Champions Trophy das gleiche Ergebnis


dha - Deutschlands junger Champions Trophy-Kader hat auch im zweiten Länderspiel in Leipzig gegen Polen mit 4:3 (3:2) gewonnen. Bundestrainer Bernhard Peters gab am Samstagnachmittag Christopher Zeller, Carlos Nevado und Ulrich Bubolz eine Pause. Es trafen für Deutschland Sebastian Draguhn (2), Florian Keller und Nico Sonnenschein. Die Treffer für die Osteuropäer erzielten Marcin Gracowski 82) und Szymon Hutek.


Foto: © Jörg Zinn


Die Liste der bereits vorzeitig wegen Verletzungen abgereisten Defensivspieler ergänzte am Samstag der Nürnberger Maximilian Müller, der wegen einer Leistenzerrung nicht bis zum letzten Länderspiel am Sonntag um 11 Uhr in Leipzig blieb. Zuvor waren ja bereits Eike Duckwitz und Stefan Wagner vorzeitig nach Hause gefahren. Es begann – ähnlich wie im ersten Testspiel – mit einem frühen Tor durch Florian Keller. Justus Scharowsky sah den Zehlendorfer Goalgetter nach einem Rechtsangriff am langen Pfosten stehen. Keller blockte die Flanke hoch zum 1:0 (3.) ins Tor.
Doch ein Blackout von Tibor weißenborn brachte die Gäste wieder ins Spiel. Sein unnötiger Qzrpass wurde von Marcin Grocowski am deutschen Kreisrand abgefangen. Der polnische Stürmer machte zwei Schritte rein in den Kreis und ließ Christian Schulte, der heute den deutschen Kasten hütete, mit seinem Schuss zum 1:1 (12.) keine Chance. Doch die Polen bedankten sich mit einem ähnlichen Abspielfehler. Der in den letzten Monaten in blendender Form befindliche Neusser Sebastian Draguhn spritzte dazwischen, ging mit der Kugel bis zum Siebenmeterpunkt und lupfte den Ball über den polnischen Keeper hinweg links oben zum 2:1 (16.) ins Tor.


Foto: © Jörg Zinn


In der arg dezimierten deutschen Abwehr stimmte jedoch auch im zweiten Test in neuer Zusammensetzung die Abstimmung nicht immer. So stand ein Pole nach einem langen Anspiel in der 23. Minute völlig frei am Kreisrand. Er passte noch in die Mitte, wo erneut Gracowski sich mit dem Treffer zum 2:2 bedankte. Deutschland hatte danach seine druckvollste Phase. Allerdings war im polnischen Tor heute auch Ersatzkeeper Marcin Trzaskawka ein glänzender Retter in der Not. Er entschärfte fünf von sechs deutschen Strafecken und war auch in der 33. Minute bei einer Großchance von Moritz Fürste und den Nachschuss von Draguhn auf dem Posten.
Gegen die Strafecke von Sebastian Draguhn in der 35. Minute hatte aber auch Trzaskawka keine Chance, denn die Kugel passte halbhoch auf der rechten Seite zum 3:2-Halbzeitstand genau neben den Pfosten. Nach der Pause kamen die Polen immer besser ins Spiel. Christian Schulte hielt gleich zu Beginn der zweiten Hälfte zweimal brillant gegen freistehende polnische Angreifer. Auf der anderen Seite scheiterten die Deutschen mit mehreren Strafecken. Die besten Gelegenheiten aber hatten weiter die Gäste. Zwei Lattentreffer standen Mitte der zweiten Halbzeit für den EM-Siebten zu Buche – einmal per Stecher und einmal per Strafeckenschlenzer.


Foto: © Jörg Zinn


Erst als Matthias Witthaus in der 58. Minute mit einer Gelben Karte auf die Strafbank musste – er hatte sich nach einem rüden Foul zu lautstark beim Schiedsrichter beschwert –, bekam die deutsche Mannschaft die Partie wieder fest in den Griff und kontaktete sicher über das Feld. In der 60. Minute verpasste der junge Flottbeker Philip Witte noch völlig frei vor Tor die Vorentscheidung. Die gelang dann in der 67. Minute dem Mülheimer Nico Sonnenschein. Er profitierte vom Torschuss des wieder auf’s Feld zurückgekehrten Matthias Witthaus, den Trzaskawka nur abprallen lassen konnte. Sonnenschein verwertete den Abpraller sicher zum 4:2 (67.). Das Tor zum 4:3 für Polen in der Schlussminute war dann erneut eher ein Geschenk der deutschen Hintermannschaft. Diesmal stand Sebastian Biederlack bei einem Freischlag am Kreis zu weit weg von Szymon Hutek, der Schulte per Stecher überwinden konnte. Bundestrainer Peters war dennoch recht zufrieden: „Ein Kompliment für das Engagement. Das war vor allem läuferisch sehr ansprechend. Wir hätten deutlich mehr Tore schießen, aber durchaus auch einfangen können. Das Team muss noch klüger agieren und das Match in brenzligen Situationen mehr beruhigen.“

 

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» Unser Team in Leipzig


Torschützen:
03.'   1:0   Florian Keller
12.'   1:1   Marcin Gracowski
16.'   2:1   Sebastian Draguhn
23.'   2:2   Marcin Gracowski
35.'   3:2   Sebastian Draguhn (KE)
67.'   4:2   Nico Sonnenschein
70.'   4:3   Szymon Hutek

Strafecken:
Deutschland 6 (1 Tor)
Polen 3 (kein Tor)



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