August 2003 bis Dezember 2007


Vereinshilfe Archiv: Dieter Strothmann

Nr. 65 - 6. Oktober 2004

Kostenloser Leitfaden für die gelungene Turnierorganisation

Der DHB stellt diese Informationen für "Turnier-Einsteiger" kostenlos allen Vereinen zur Verfügung. Aber auch alte Hasen können vielleicht noch die eine oder andere Idee in ihm entdecken. Sie können ihn per Mail, unter dem Hinweis "Turnier-Leitfaden", bei Otti Bombitzki, dhb.bombitzki@t-online.de, anfordern.

Steuertips für Vereine

Das Bayerische Finanzministerium hat eine informative Broschüre mit Steuertips für Vereine herausgebracht. Damit Sie nicht lange suchen müssen, haben wir sie Ihnen hier zum Download ins Netz gestellt. Die Broschüre ist übrigens nicht nur für bayerische Vereine interessant.
Quelle: Bayerisches Finanzministerium

Neue Serie:
Finanzmanagement
im Sportverein (Teil 1)

Ein Sportverein mag sich noch so gute Ziele vornehmen: Ohne Geld in der Kasse wird er genau so wenig erreichen, wie ein Sportschütze, der keine Kugel im Lauf hat.
Sportvereine sind für die Gesellschaft wichtig, darin sind sich Politiker aller Parteien einig. Aber leider stimmen sie auch in einem anderen Punkt überein: Von den öffentlichen Haushalten ist weniger Unterstützung als bisher zu erhoffen.
Geld ist nicht nur in den öffentlichen Kassen knapp. Auch die privaten Haushalte rechnen mittlerweile mit spitzem Stift und stellen jede Ausgabe, auch den Vereinsbeitrag, auf den Prüfstand. Wenn sie aber ihre Beiträge entrichten, erwarten sie dafür hervorragende Leistungen.
Fazit: Sportvereine müssen genau planen, wie sie mit ihren finanziellen Ressourcen das Optimum für ihre Mitglieder ermöglichen. Finanzmanagement ist deshalb für jeden Sportverein ein Muss.

Die Themen der Serie

1. Brauchen Sportvereine ein Finanzmanagement?
2. Grundregeln für das Finanzmanagement
3. Kernaufgaben des Finanzmanagements
4. Das kleine 1 x 1 der Mittelbeschaffung
5. Rechnungswesen im Verein
6. Controlling

I. Brauchen Sportvereine ein Finanzmanagement?

Das Spiel beginnt täglich neu und der Korb hängt hoch: Mitglieder erwarten attraktive Angebote, moderne Ausstattung und professionelles Management. Das kostet Geld, zunehmend mehr. Gleichzeitig zieht sich die Politik aus der finanziellen Mitverantwortung für gemeinnützige Vereine zurück oder stellt Leistungen nur noch entgeltlich zur Verfügung. Daraus erwachsen neue Herausforderungen an die Verantwortlichen im Verein. Eine der wichtigsten: für gesunde Finanzen zu sorgen.

Mittel im Mittelpunkt

Modernes Finanzmanagement im Verein erschöpft sich nicht darin, Mitgliedsbeiträge zu verbuchen. Es bedeutet: Gestalten - Planen - Kontrollieren.
Ein gut organisiertes Kostenmanagement einerseits und die Erschließung neuer Einnahmequellen andererseits, darauf kommt es an, um die Mittel zu erwirtschaften, ohne die viele Ziele nicht zu verwirklichen sind. Eine Gestaltungsaufgabe, für die der Vereinsvorstand in der Verantwortung steht.

Warnsignale für Optimierungsbedarf

1. Wurden häufiger Nachbesserungen bei den finanziellen Planungen erforderlich?
2. Musste Ihr Verein Einsparungen vornehmen, um überraschend aufgetretene Finanzlöcher zu stopfen?
3. Hatten Sie Einnahmeausfälle, weil Mitglieder keine Beiträge oder Kursteilnehmer keine Kursgebühren gezahlt haben?
4. Behandelt das Finanzmanagement erhoffte aber noch nicht verbindlich vereinbarte Einnahmen als sichere Eingänge?
5. Sind Sie unsicher, ob die Finanzgeschäfte im Verein einer Überprüfung durch die Steuerbehörden Stand halten würden?
Wenn Sie nur eine dieser Fragen mit "Ja" beantworten müssen, bedarf das Finanzmanagement in Ihrem Verein einer schnellen Überprüfung.

II. Grundregeln für das Finanzmanagement

Das Finanzmanagement ist ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung Ihres Sportvereins. Einige Überlegungen helfen Ihnen, den Kurs zu bestimmen.

1. Vergangenheit hat keine Zukunft.

Maßstab für das Finanzmanagement sind die kommenden Ziele Ihres Sportvereins. Aber die Zukunft ist ungewiss. Deshalb greifen Planer oft auf Zahlen aus der Vergangenheit zurück. Genau genommen sagen die aber nichts über die Zukunft aus. Erfahrungswerte sind darum unsichere Werte und die Finanzplanung kann mit ihnen nicht rechnen. Zu vieles ist im Fluss, als dass Haushaltsdaten von gestern eine verlässliche Basis für die Planung von morgen bilden könnten. Überlegen Sie deshalb, auf welche aktuellen Entwicklungen Sie Ihre Prognosen stützen können. Und arbeiten Sie mit alternativen Szenarien: Was wäre, wenn es so läuft wie in der Vergangenheit? Was, wenn es besser oder schlechter liefe?

2. Planen Sie mit aller Konsequenz

Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Planung, untersuchen Sie Abweichungen und reagieren Sie frühzeitig. Ein Beispiel: Der Umgang mit geschuldeten, aber nicht gezahlten Mitgliedsbeiträgen oder Kursgebühren. Manche Einnahme steht bloß auf dem Papier, wenn Vereine nicht konsequent ihre Außenstände kontrollieren und einfordern. Nur wenn Sie solche Fehlentwicklungen schnell aufdecken und beseitigen, ist auf Ihre Finanzplanung Verlass.

3. Hoffnungen lassen sich nicht verbuchen

Ein Dienstleister denkt darüber nach, Ihrem Verein die Rechnung zu erlassen? Ein Förderer stellt Gelder in Aussicht? Alles gut - aber nicht gut genug für die Finanzplanung. Aussichten und Erwartungen sind keine Währung, mit der sich zahlen lässt. Kalkulieren Sie deshalb nicht damit. Oder bereiten Sie zumindest Alternativplanungen für den Fall vor, dass es anders kommt, als erhofft.

4. Schlaraffenland war gestern

Die Gelder für die Vereinsarbeit müssen aktiv eingenommen werden. Voraussetzung: Sie müssen Mitglieder und Förderer für Ihren Verein gewinnen. Erfolgreich sind Sie, wenn Sie in der Vereinsarbeit gezielt auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Interessensgruppen eingehen. Grundlagen modernen Finanzmanagements sind deshalb immer Zielgruppenorientierung und Überzeugungsarbeit.

5. Folgekosten kosten Zukunft

Neue Anschaffungen geplant? Berechnen Sie vorher alle Folgekosten, zum Beispiel Personal- und Werbekosten für neue Angebote, Wartungskosten für neue Anlagen, Instandhaltungskosten für neue Gebäude.

6. Zahlen gehören auf den Tisch

Entscheidungsträger und Gremien brauchen Planungsklarheit. Mitglieder erwarten Transparenz, wofür ihre Beiträge verwendet werden. Förderer erwarten Rechenschaft, wie Ihr Sportverein mit den bereit gestellten Mitteln umgegangen ist. Finanzmanagement in einem gemeinnützigen Sportverein sollte deshalb immer transparent sein.

7. Projekte mit Budget schaffen Transparenz

Projekte, die ordentlich budgetiert werden, wirken sich positiv auf Ihr Finanzmanagement aus: Sie erleichtern die Finanzsteuerung, sorgen für klare Zuständigkeiten, schaffen Transparenz. Und genau genommen lässt sich jedes Vorhaben als Projekt planen.

8. Das Steuerrecht kennt kein Pardon

Das Recht rund um die Finanzen ist lästig. Noch lästiger sind aber die Konsequenzen, wenn Sie es ignorieren. Kleine Verstöße können zur gelben, große zur roten Karte führen; und oft beginnen die großen Verstöße mit kleinen Nachlässigkeiten. Von Kavaliersdelikten jedenfalls ist im Steuerrecht keine Rede - Vereine, die sich darüber Illusionen machen, können bei der Steuerprüfung böse Überraschungen erleben.
Der nächste Teil der Serie (VH 66) befaßt sich mit Kernaufgaben des Finanzmanagements und Das kleine 1 x 1 der Mittelbeschaffung
Quelle: ehrenamt-im-sport

Lassen Sie sich nicht unbedacht auf Spendenquittungen ein

Sie kennen die Situation vermutlich: Clubfreund B. bietet sich für kostenlose Arbeiten an: "Gebt mir 'ne Spendenquittung und meine Leute streichen das Vereinsheim, wenn wir mal 'ne stille Zeit haben." Keine Frage, Ihr Vereinsfreund und Malermeister meint es bestimmt gut mit seinem Angebot. Dennoch: Vorsicht! Das Finanzamt hat für solche Abmachungen unter (Vereins-) Freunden so gut wie gar kein Verständnis. Die Steuererklärungen von ortsansässig Handwerkern und Freiberuflern werden nämlich in aller Regel äußerst argwöhnisch gerade auf solche Vereinbarungen hin geprüft. Das kann für den Verein schnell sehr kostspielige Konsequenzen haben.
Die Möglichkeiten der internen Arbeitsangebote gegen Spendenquittung sind vielfältig: Trikots waschen, Sportgeräte verleihen, Rasenflächen pflegen usw.. Nehmen wir an, in aller Regel handelt es sich dabei um ehrenwerte Angebote von Gönnern im "grünen Bereich" der Steuerehrlichkeit.
Dennoch sollten Sie sich als Vereinsvorsitzender nicht darauf einlassen, irgendwelche Arbeiten ohne ordnungsgemäße Rechnung zu vergeben. Denn: Grundsätzlich darf der Verein keine Spendenquittung (Zuwendungsbestätigung) für derartige Arbeiten ausstellen. Aus der Sicht des Finanzamtes sind solche Arbeiten nämlich keine steuerlich abzugsfähigen Zuwendungen. In Klartext: eine unentgeltliche Arbeitsleistung oder Überlassung von Räumen ist keine Spende. Würde ein Verein für derartige "Sachspenden" dennoch eine Spendenquittung ausstellen, müsste er für den Steuerausfall durch diese unzulässige Zuwendungsbescheinigung mit pauschal 40 Prozent der Spendensumme haften. Bei einer Quittung über 1.500 Euro sind das immerhin 600 Euro.
Falls Sie dennoch einem "Spender" entgegenkommen wollen, hilft vielleicht eine andere "Konstruktion": Der Verein vermietet beispielsweise dem Mitglied und Gönner die Außenwand des Vereinsheimes für Werbezwecke. Damit sein Firmen-Logo dort gut zur Geltung kommt, streicht der Malermeister das Vereinsheim vollständig neu an. Seine Aufwendungen kann er als Betriebsausgabe absetzen.
Aber auch hier ist eine gewisse Vorsicht geboten: Der Verein erhält dadurch eine Einnahme aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb. Diese Umgehungslösung bietet sich daher nur an, wenn der Verein nicht über seine Freigrenze von 30.678 Euro hinauskommt. Nur bis zu dieser Grenze unterliegen nämlich die Einnahmen eines als gemeinnützig anerkannten Vereins nicht der Körperschaftssteuer bzw. der Gewerbesteuer.
Quelle: VNR täglich

Spendenbescheinigung für 2004:
Achten Sie auf die Jahres-Grenze!

Sie kennen das Problem möglicherweise auch: Im Dezember lässt ein Mitglied dem Verein noch eine Zuwendung (Spende) zukommen. Auf dem Kontoauszug des Spenders wird die Spende entsprechend im alten Jahr verbucht. Natürlich will er auch eine Spendenbescheinigung für 2004 haben. Bei Ihnen im Verein aber ist der Eingang erst im Bankauszug des neuen Jahres verbucht (z. B. am 3.1.) und Sie können nur unter dem Tag des Zahlungseinganges bestätigen. Das führt mitunter zu Verstimmungen beim Spender.
Rein steuerrechtlich sieht es wie folgt aus: Für die Spender gilt das Abflussprinzip: Die Spende gilt als in dem Jahr gezahlt, in dem sie entweder in bar geleistet oder (bei Überweisung) dem Konto des Spenders belastet ist. Umgekehrt gilt beim Verein als Empfänger der Spende das Zuflußprinzip. Die Spende gilt in dem Jahr als zugegangen, in dem sie in bar geleistet oder dem Konto des Vereins gutgeschrieben worden ist. Aber es gibt Ausnahmen von dieser Regel die Sie unbedingt kennen sollten.
Quelle: Vereinswelt

Ausbildung zum Freiwilligenkoordinator

In den angelsächsischen Ländern wird das Volunteer Management seit langem erfolgreich praktiziert. In vielen freien- und öffentlichen Trägern sind MitarbeiterInnen beschäftigt - sogenannte Volunteer Coordinators, Volunteer Manager, Volunteer Organiser. Für Deutschland hat die Akademie für Ehrenamtlichkeit das Konzept der Qualifizierung zur/m Freiwilligenmanager/in adaptiert und seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführt.
Die Unterstützung von Freiwilligen (Volunteers) erfordert spezielle Kenntnisse und vielfältige Erfahrungen. Der/ die Freiwilligenkoordinator/in ist nicht nur Spezialist/in in der Gewinnung, Unterstützung und Begleitung von Freiwilligen, sondern nimmt eine Multiplikatorenrolle zwischen Organisationsleitung, hauptberuflichen Mitarbeiter/innen und Freiwilligen ein.
Diese Ausbildung ermöglicht ehren- und hauptamtlich Engagierten in Vereinen, Projekten, Verbänden und NPOs die Planung, Organisation, Durchführung und Koordination einer guten Freiwilligenarbeit in Organisationen des Dritten Sektors unterschiedlicher Art. Durch aktive Teilnahme an der Ausbildung wird der Titel „Freiwilligen-Koordinator/in (AfEAD)“ erworben.

Inhalte der Ausbildung:

Die Intensiv-Ausbildung „Freiwilligen-Koordinator/in“ umfasst die Themen:
1. Die Entscheidung der Organisation für den Einsatz oder den Ausbau/die Entwicklung von Freiwilligenarbeit - dieses Themenfeld gibt Antworten auf die Fragen: „Warum Freiwillige einsetzen? Was hat unsere Organisation, was haben Freiwillige von einem Engagement bei uns?“
2. Freiwilligenarbeit planen, Engagementbereiche und Aufgabenprofile entwickeln - dieses Themenfeld gibt Antworten auf die Fragen: "Was genau sollen Freiwillige bei uns tun? Wie soll es getan werden?"
3. Freiwillige gewinnen und integrieren - dieses Themenfeld gibt Antworten auf die Fragen: "Wie gewinnen wir passende Freiwillige? Wie integrieren wir sie in unsere Organisation?"
4. Freiwillige behalten - dieses Themenfeld gibt Antworten auf die Fragen: "Wie können wir Freiwillige in der Organisation halten? Wie können wir sie angemessen anerkennen, motivieren und weiterentwickeln?"
Die Inhalte werden unterstützt und vertieft durch ein Lernbuch, das begleitend im Seminar als Arbeits- und Übungsmaterial dient.

Termin: 26. - 28. Oktober 2004
Ausbildungsort: Kreisjugendring München-Land; Bildungsstätte Burg Schwaneck in München
Dozentin: Carola Reifenhäuser (Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland)
Kosten: 150 Euro inkl. Verpflegung und Unterkunft (Jugendherberge Burg Schwaneck) sowie ein Kursbuch.
Anmeldung: nez@kjr-muenchen-land.de
www.naturerlebniszentrum.org
Tel. 089/744140-23

Für den Schulsport ist mehr Engagement nötig!

Diskussionspapier der GEW von Dr. Gerhard Jeschull

Setzt man sich derzeitig mit Bildungsthemen auseinander, stehen die Ergebnisse der PISA-Untersuchung schnell im Mittelpunkt der Diskussion. Leider hat die PISA-Erhebung keine Verbindungen zwischen den geistigen Fähigkeiten und den körperlichen Betätigungen der Schülerinnen und Schüler untersucht. Ein Zusammenhang ist aber nicht zu leugnen. Ich möchte die folgenden Thesen zur Diskussion stellen und für deren Umsetzung werben.

• Schlüsselkompetenzen werden im Sportunterricht überdurchschnittlich gut erworben, daher muss er wie die sogenannten Kernfächer aufgewertet werden.
• Der Sportunterricht muss durch Fachlehrer erteilt werden, da nur so eine Effektivität zu erreichen ist.
• Drei Sportstunden pro Woche ist das Minimum, um die Bewegungsarmut ansatzweise einzudämmen und die Kinder an die Grundbewegungsfähigkeiten und -fertigkeiten heranzuführen.

Es ist erwiesen, dass es einen positiven Zusammenhang zwischen der körperlichen Bewegung und dem geistigen Arbeiten gibt. Weiterhin ist nicht zu unterschätzen, dass sich beim Sporttreiben körperliche Stress-Symptome bestens abbauen.
Diese Erkenntnisse nutzen einige Menschen bewusst für die Bewältigung ihres Alltages. Durch die sportliche Betätigung wird u.a. die Entspannung von der Arbeit gesucht und der Erhalt bzw. die Stärkung der Leistungsfähigkeit angestrebt. Die erlangte Fitness spielt ebenfalls zunehmend eine bedeutende Rolle.
Auch bei Kindern und Jugendlichen ist zu beobachten, dass sich durch eine regelmäßige sportliche Betätigung neben der Ausprägung von Bewegungsfähigkeiten und -fertigkeiten eine bessere geistige Leistungsfähigkeit einstellt. Diese Kinder und Jugendlichen wirken darüber hinaus häufig ausgeglichener.
Das Sporttreiben entwickelt weiterhin besonders gut die Schlüsselkompetenzen wie Teamgeist, Toleranz, soziale Kompetenz und Selbstwertgefühl. Daher nimmt der Schulsportunterricht auch eine besondere Stellung im Fächerkanon der Schule ein.
Um die genannten positiven Entwicklungen möglichst bei vielen Kindern und Jugendlichen auszulösen, ist ein gewisser wöchentlicher Zeitrahmen für die sportliche Betätigung nötig. Ob dafür die drei Schulsportstunden in der Woche ausreichen, mag ich zu bezweifeln.
Die drei Schulsportwochenstunden können aber einen wichtigen Einstieg darstellen, in dem sie das Erlernen von Bewegungsabläufen, das Aneignen von Bewegungserfahrungen und das Vermitteln von sportlichen Zusammenhängen und Verhaltensregeln befördern. Nicht zu unterschätzen ist meines Erachtens die sich oftmals im Schulsport entwickelnde Motivation bei den Schülerinnen und Schülern, sich außerhalb der Schule weiter sportlich zu betätigen.
Schön wäre es, wenn sich das Bedürfnis zum Sporttreiben schon im frühen Alter einstellt. Daher sollte einem guten Schulsportunterricht im Grundschulbereich eine besondere Bedeutung zukommen.
Es kann derzeit konstatiert werden, dass bei einem Großteil der Schülerinnen und Schüler ein allgemeines Bewegungsdefizit vorliegt. Dies beschränkt sich nicht auf wenige Altersgruppen, sondern es ist ein allgemeines Phänomen.
Nach einer Berechnung von Prof. Dr. Bös (Universität Karlsruhe) bewegen sich Kinder im Alter zwischen 6 und 10 Jahren im Durchschnitt insgesamt nur eine Stunde pro Tag und davon 15 bis 30 Minuten aktiv-sportlich.
Was den Zeitrahmen der aktiven körperlichen Bewegung für die Schülerinnen und Schüler angeht, muss, so meine ich, eine Umorientierung erfolgen. Es müssen sowohl die Eltern, die Schule aber auch andere gesellschaftliche Kräfte Veränderungen fördern und einfordern.
Der aufgezeigte Zustand müsste doch eigentlich einen Aufschrei im Land hervorrufen. Selbst Aussagen, dass der körperliche Zustand unserer Kinder desolat ist, bewirken aber derzeit noch wenig.
Das das Europäische Parlament das Jahr 2004 zum Europäischen Jahr der Erziehung durch Sport erklärt hat, kann in diesem Zusammenhang sehr wichtig sein.
Für einen qualitativ und quantitativ guten Sportunterricht scheinen aber oftmals die derzeitigen Rahmenbedingungen an vielen Schulen nicht die optimalen Voraussetzungen zu bieten. Auch die Effektivität vieler Sportstunden lässt zu wünschen übrig. Nach Ermittlungen von Fachleuten liegt bei einer gut laufenden Schulsportstunde derzeit die aktive Zeit für jeden Schüler bzw. Schülerin bei maximal nur 14 Minuten.

Die Ursachen für die derzeitige Misere im Sportunterricht kann man in folgenden Punkten sehen:
• Die Sportstätten und Sportgeräte sind oftmals nicht in einem guten Zustand, was die Freude am Sporttreiben einschränkt.
• Häufig werden bei der Stundenplangestaltung beim Sportunterricht zugunsten solcher Kernfächer wie Deutsch, Mathe und Englisch Abstriche zugelassen.
• Durch in den Sportunterricht hineingelegte Zeiten für zweimaliges Umziehen und Körperpflege geht des öfteren Zeit für den eigentlichen Unterricht verloren.
• Das methodische Vorgehen im Sportunterricht ist nicht immer optimal. Gründe können durch eine Überbelegung von Sportstätten auftreten. Sie liegen aber auch teilweise in der Planung der Sportstunde durch den Lehrer.

Es muss die Aufgabe aller werden, für einen besseren Schulsportunterricht zu streiten und nach zusätzlichen körperlichen Bewegungsmöglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen zu suchen. Oftmals sind diese sogar kostenneutral zu organisieren:
• Die Eltern sollten sich überlegen, ob ihr Kind unbedingt mit dem Schulbus, den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Mama-Taxi (Papa-Taxi) jeden Tag den Schulweg bestreitet. Evtl. ist das Fahren mit dem Fahrrad oder der Fußweg empfehlenswerter.
• Der Stundenplan der Schülerinnen und Schüler darf nicht zu Lasten des Sportunterrichts gestaltet bzw. verändert werden. An den drei Sportstunden pro Woche darf kein Abstrich zugelassen werden.
• Der Sportunterricht ist so zu legen, dass möglichst wenig Sportunterrichtszeit für das Umziehen und die Körperpflege verloren geht. Die durchschnittliche aktive Zeit im Sportunterricht muss durch methodische und organisatorische Überlegungen ausgebaut werden. Auch deshalb ist grundsätzlich nur der Einsatz von ausgebildeten Sportlehrern in diesem Fach vorzusehen.
• Bei dem Ausbau der Ganztagsbetreuung an den Schulen sollte das Angebot von Sportneigungsgruppen mit in die Überlegungen einbezogen werden. In diesem Zusammenhang kann eine Zusammenarbeit mit den örtlichen Sportvereinen sinnvoll sein.
• Eltern und Lehrer sollten gemeinsam die Kinder und Jugendlichen motivieren sich außerhalb der Schule Sportvereinen anzuschließen. In diesem Zusammenhang erscheint es wichtig, dass sportliche Erfolge, auch wenn sie noch so klein sind, gewürdigt werden.

Gelingt es uns, die körperliche Betätigung der Schülerinnen und Schüler zu erhöhen, werden sich neben den positiven Effekten in Bezug auf die körperliche Konstitution der Kinder und Jugendlichen auch andere Nebeneffekte unmittelbar einstellen. Die körperliche Fitness der Schülerinnen und Schüler und die erworbenen Schlüsselkompetenzen werden dazu beitragen, dass auch die geistigen Leistungsfähigkeiten in anderen Bereichen steigen und sich Verhaltensmuster positiv gestalten.
Eine Untersuchung an zwei Vergleichsschulen in Hessen ergab z.B. folgendes: An der Schule an der über drei Monate jeden Tag Sport unterrichtet wurde, war nach dieser Zeit die Lust auf Unterricht bei den Schülerinnen und Schülern fast dreimal so groß - bezogen auf alle Fächer. Die Aggressionen halbierten sich und es war ein Absinken der Schulunfälle festzustellen.
Es ist eigentlich keine Zeit mehr darauf zu warten bis sich die Einsicht für mehr Bewegungsangebote - u.a. sportliche Betätigung - für die Schülerinnen und Schüler bei den Politikern, Schulbehörden, z.T. Schulleitungen und Lehrern, aber auch Eltern durchsetzt. Die Sportlehrerinnen und Sportlehrer sollten im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Initiative an der Schule ergreifen und wo nötig Überzeugungsarbeit leisten, denn die Kinder und Jugendlichen werden es ihnen danken.
Quelle: GEW-Sportkommission

Mit der Bauleistungsversicherung ruhiger Schlafen

Das Sport-Sicherheits-Programm der ARAG schützt alle Sachwerte eines Vereins durch ein maßgeschneidertes Programm an Sachversicherungen. Heute geht es um die richtige Versicherung bei Bauvorhaben.

Wer benötigt eine Bauleistungsversicherung?

Den Bauverträgen liegt im Regelfall die VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) zugrunde. Danach kann sich der beauftrage Bauunternehmer (Handwerker) in bestimmten Fällen auch bei einer nicht ordnungsgemäßen Leistung entlasten.
So gehen Schäden, die durch unabwendbare Ereignisse entstehen
schon vor Abnahme der Bauleistung
und nach Abnahme einer fertigen Teilleistung (z.B. Keller) zu Lasten des Bauherrn.
Wenn der Handwerker eine Bauleistung erbracht hat und vor Abnahme dieser erbrachten Bauleistung ein für den Handwerker abwendbares Schadenereignis eintritt, dann hat der Handwerker vor Abnahme die Erneuerung der bereits erbrachten Leistungen auf seine Kosten zu tragen. Beide Interessenlagen deckt die Bauleistungsversicherung ab. Eine alleinige Versicherung für den Handwerker ist nicht möglich.
Finanzielle Schäden können dem Bauherrn darüber hinaus z.B. auch entstehen, wenn nachts bereits eingebrachte Heizungsanlagen oder sanitäre Einrichtungen gestohlen werden oder ein frischer Estrichboden zertrampelt wird.

Welche Schäden sind versichert?

Ungewöhnliche Naturereignisse
Diebstahl fest eingebauter Sachen
Planungs- und Berechnungsfehler
Schadensuchkosten, zusätzliche Aufräumungskosten

Versicherte Sachen sind
alle Bauleistungen, Baustoffe und Bauteile der versicherten Baumaßnahme,
als wesentliche Bestandteile einzubauende Einrichtungsgegenstände,
Außenanlagen, jedoch ohne Gartenanlage und Pflanzungen,
Hilfsbauten, Baugrund- und Bodenmassen.

Was kann z.B. nicht unter den Versicherungsschutz fallen:

Mängel der versicherten Bauleistung (Pfusch = Gewährleistung)
Verlust von nicht fest mit dem Gebäude verbundenen Teilen
Schäden durch Baustoffe, die durch eine Prüfstelle beanstandet wurden
Kleingeräte und Handwerkszeug
Schäden durch Krieg, Innere Unruhen, Streik, Aussperrung, Kernenergie

Schadenbeispiel:
An einem Mehrfamilienhaus, das kurz vor der Fertigstellung stand, wurde die bereits verputzte und gestrichene Fassade von "Graffitikünstlern" großflächig beschmiert. Die Fassade musste wieder eingerüstet und gestrichen werden – Schadenhöhe 9.100 Euro.

Noch ein Tipp:

Als Bauherr können Sie die Prämie der Bauleistungsversicherung auf die einzelnen Unternehmer - die auf Ihrer Baustelle tätig sind - umlegen, wenn dies zuvor in der Ausschreibung vereinbart worden ist. Bei Fertighäusern sollte die Frage nach der Bauleistungsversicherung unbedingt vor Auftragserteilung geklärt werden!
Quelle: aragvid-arag 10/04

Nach dem Griff in die Vereinskasse hilft die Vertrauensschaden-Versicherung

Immer wieder kommt es vor, dass Vertrauenspersonen widerrechtlich Gelder der Vereinskasse entnehmen und für private Zwecke verbrauchen. Oft stecken private finanzielle Probleme dahinter, wie im Fall von Sven D., dem Kassenwart eines Sportvereins.
Privat hatte er für seinen Bruder eine Bürgschaft übernommen, für die er plötzlich haften musste. Da er die Bürgschaft nicht tilgen konnte, sah er als letzten Ausweg nur noch den Griff in die Vereinskasse. Eine unangekündigte Prüfung brachte dies ans Licht, wonach Sven D. aufgefordert wurde, das Geld umgehend zurück zu zahlen. Dies war ihm jedoch nicht mehr möglich.
Über die Vertrauensschadenversicherung der Sportversicherung des LSB/LSV bestand zum Glück Versicherungsschutz für den betroffenen Verein. Die Vertrauensschaden-Versicherung der ARAG Sportversicherung, die für den erheblichen Schaden eintrat und für die veruntreuten 7.500 Euro aufkam, hat somit die Existenz des Vereins weiter gesichert.
Sie sehen also, wie wichtig eine laufende Kontrolle und Absicherung ist. Daneben empfehlen wir Ihnen auch, Bargeldabhebungen so zu regeln, dass diese nur mit einer zweiten Unterschrift getätigt werden können.
Quelle: aragvid-arag 10/04
 
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