Samstag, 5. Dezember - Sonntag, 13. Dezember in Argentinien

World League Finale


Samstag, 12. Dezember 2015 - 20:30

Deutschland - Neuseeland   1 : 2   (0:2)


DHB-Damen: Knapp den Finaleinzug verpasst!

World-League-Finale, Rosario, Halbfinale: Deutschland – Neuseeland 1:2 (0:2)

12.12.2015 - Die deutschen Hockeydamen haben das Endspiel des World-League-Finalturniers in Rosario knapp verpasst. Gegen Neuseeland verlor die Mannschaft von Jamilon Mülders mit 1:2. Zwei unnötige Gegentreffer in der ersten Hälfte hatte Eileen Hoffmann in der 36. Minute mit dem 1:2 beantwortet. Es gab danach mehrere Chancen auf den Ausgleich, unter anderem eine Ecke zwölf Sekunden vor Abpfiff, aber letztlich war der Sieg für die „Black Sticks“, die mehr gefährliche Aktionen hatten, verdient. Das DHB-Team spielt nun am Sonntag (20.30 Uhr dt. Zeit live bei sportdeutschland.tv) im kleinen Finale gegen den Verlierer des noch folgenden zweiten Halbfinales zwischen Argentinien und China.

Bundestrainer Jamilon Mülders: „Ich bin nicht zufrieden! Das war gegen eine neuseeländische Mannschaft, die nun auch nicht überragend spielt, ein eher schwaches Spiel! Es war fast ein Déjà-vu zum Halbfinale im Frühjahr in Valencia, als wir vermeintlich die Olympia-Quali schon geschafft hatten und dann nicht mehr die Qualität gebracht haben, die man braucht, um in solch einem Halbfinale zu bestehen. Es war phasenweise gut, aber eben nicht konstant. Und wir hatten heute auf einigen Positionen nicht die nötige individuelle Qualität, was wir gegen Australien noch kompensieren konnten. Da gibt es auch nichts schön zu reden. Für die Entwicklung der Mannschaft war es trotzdem sehr lehrreich! Nun haben wir morgen noch einen dicken Brocken – egal ob nun China oder Argentinien. Ich bin gespannt, wie das Team nach der Enttäuschung heute damit umgeht!“

 

Das DHB-Team spielte heute mit Yvonne Frank im Tor und wollte etwas gutmachen bezüglich der 1:3-Niederlage gegen Neuseeland in der Gruppenphase des Turniers. Und gleich der erste Angriff war viel versprechend, als Schröder Altenburg schickte und deren Pass in die Spitze gerade noch abgefangen wurde. Kurz darauf Keibel, von Teschke eingesetzt, mit gutem Lauf über die rechte Grundlinie, aber ihr Pass in den Rückraum gerade noch abgefangen. Dann holte Altenburg die erste Ecke fürs DHB-Team (3.). Die wurde verstoppte und trotzdem kam Müller von links zum Schlag, traf aber nur das Außenbrett.

Und das DHB-Team blieb das griffigere in der Anfangsphase, fing mehrfach früh Bälle ab und kreierte Gefahr. Frank musste in der 7. Minute erstmals eingreifen, als eine Neuseeländerin links bis auf die Grundlinie durchkam und dann von der UHCerin gestoppt wurde. Hinten sonst gutes Stellungsspiel bis dahin. Dann aber ein Aussetzer von Janne Müller-Wieland, die von der linken Grundlinie einen Querpass am Tor vorbei spielen wollte, aber Gemma Flynn bediente, die mit einem Querball vor Frank Kirsten Pierce zu einem einfachen Tor (8.) bediente. Deutschland danach wieder im Angriff. Schütze ließ am Kreisrand eine Chance liegen, zur Ecke oder zum Torabschluss zu kommen.

Kurz danach eine Glanztat von Rutherford, die einen Rückhandschuss von Teschke mit dem Schläger aus dem oberen linken Torwinkel fischte. Glück dann, als Müller am eigenen Kreis eine Notbremse zog, was aber nicht geahndet wurde. Im Konter holten die Deutschen die zweite Ecke heraus (11.), die aber im Torwart hängen blieb und geklärt wurde. Neuseeland dann mit Pech, als Gemma Flynn auf Tor schoss und Harrison eigentlich eindrücken wollte, aber den Ball wohl neben das leere Tor lenkte.

Das DHB-Team weiter auch mit gutem Zug nach vorn. Mävers, heute Kapitänin, hatte Pech, dass sie in der 14. Minute eine Ecke nicht bekam. So blieb es beim 0:1 zur ersten Viertelpause. Eigentlich ein starker Beginn der Deutschen, die dann ein Tor herschenkten und letztlich froh sein mussten, dass sie nur 0:1 hinten lagen. Zu Beginn des zweiten Viertels verloren die Deutschen im Aufbau den Ball oft viel zu früh, so dass die „Black Sticks“ guten Druck aufbauen konnten. Pech dann, dass Altenburg auf dem Weg zum Tor von Presenqui ein klarer Vorteil weggepfiffen wurde (20.).

Immerhin aber jetzt wieder mehr eigenen Aktionen der Deutschen. In der 23. Minute die erste Ecke der Neuseeländerinnen, die Hoffmann aber stark ablaufen konnte. Doch kurz danach wieder Ecke, weil der Ball auf links im deutschen Kreis nicht geklärt werden konnte (24.). Leider nutzten die Deutschen ihr Video-Anrufungsrecht nicht, als Iparraguirre wieder Ecke fürs DHB-Team pfiff, obwohl eine Neuseeländerin Frank den Ball aus kurzer Distanz in die Schienen drückte, was verboten ist. Sie hätten wohl Recht bekommen vom Videoschiedsrichter.

Stattdessen nutzte Liz Thompson mit einem Schlenzer in die untere rechte Ecke die Standardsituation (25.) zum 2:0 für Neuseeland. Auch danach das DHB-Team bemüht, aber nicht mit der letzten Konzentration in den Aktionen. So rutsche Keibel ein Ball frei an der rechten Grundlinie ins Aus. Hinten immer wieder Aussetzer, die Neuseeland in Position brachten. Flynn verpasste einen Stecher am linken Pfosten, der das 3:0 hätte sein müssen. Und nach Ballverlust Schröder drosch Hayworth einen Schuss über das Tor. Schröder war vorn immer gefährlich, aber ihre Mitspielerinnen oft nicht in der Lage ihre Vorlagen zu verwerten.

Hinten brannte es weiter, wenn Neuseeland mit Tempo von außen in den Kreis kam. So holten sich die Kiwis auch ihre nächste Ecke (29.). Dieses Mal holte Frank Punts Schlenzer mit einer Schlägerparade aus der bedrohten linken unteren Ecke. Neuseelands Führung zur Pause war verdient, weil die „Black Sticks“ viel mehr Chancen herausgearbeitet hatten, aber beide Treffer waren ein Geschenk. Das musste die Deutschen ärgern, deren gute Linie in der Defensive im zweiten Viertel mehr und mehr verloren gegangen war.

Hauke und Oldhafer hatten zu Beginn des dritten Viertels gute Chancen im Kreis, machten aber zu wenig daraus. Doch auch hinten war immer Gefahr, so musste Frank für Müller klären. Petrea Webster musste dann für Neuseeland nach Foul an Otte auf die Strafbank. Altenburg hatte dann ebenfalls die Chance, im Kreis etwas Zählbares zu machen, verlor aber ebenfalls die Kugel in guter Position (34.). Mävers hatte die nächste Großchance fürs DHB-Team, bekam aber zumindest die nächste Ecke (36.).

Und die führte zum 1:2. Müllers Schuss ging in Rutherfords Schienen und Eileen Hoffmann konnten den Abpraller mit der Rückhand verwerten. Und Haase hätte das 2:2 machen müssen, als erneut Schröder sensationell durch die Mitte zog und die Mannheimerin die Kugel ausrutschend über das Tor schoss (37.). Das DHB-Team hatte sich jetzt gefangen, spielte wieder viel kontrollierter und konnte Neuseeland mit gutem Pressing in Probleme bringen. Dann aber doch wieder eine gute Phase der Neuseeländer, als Frank aus kürzester Distanz einen Schlenzer von Webster hielt.

Es stand 1:2 am Ende des dritten Viertels, nachdem die Deutschen nach starkem Beginn den verdienten Anschlusstreffer geschafft hatte, aber dann wieder mehr in Bedrängnis kamen. Ein Tor brauchten die Mülders-Schützlinge, um erneut ins Penaltyschießen zu kommen. Es blieb ein Auf und Ab, bei dem auf beiden Seiten jederzeit der Treffer hätte fallen können. Allerdings dann oft zu ungenaue Bälle der Deutschen in der Hälfte der Kiwis, was viel vom möglichen Druck nahm. Dann super Chance für Keibel, die frei von links schlenzen konnte, aber eine Verteidigerin klärte volley vor Tor.

Julia Müller sah nach einem entschärften Konter Grün, so dass die Deutschen nun zwei Minuten in Unterzahl waren (52.). Die verbrachten sie fast komplett im Angriff, bis Webster kurz vor Müllers Rückkehr nach Konter frei vom Kreisrand über das Tor schoss. Frank hielt kurz darauf stark gegen Flynn. Das 1:3 lag in dieser Phase in der Luft. Flynn verstolperte einen Ball direkt vor Frank. Schröder rettete dann exzellent nach erneutem Ballverlust von Müller-Wieland. Deutschland fehlten die Aktionen im gegnerischen Kreis, während die Zeit runterlief. Wieder Schröder mit glänzendem Pass auf Altenburg, aber deren Pass in den Kreis erreichte die Verteidigerin erneut vor Mävers.

Zwei Minuten vor Ende nahm Mülders Frank für eine elfte Feldspielerin vom Platz. Kurz darauf gute Stecherchance für Mävers, aber der Ball erneut über das Tor (59.). Der Druck blieb hoch. 12 Sekunden vor Ende nahm Deutschland den Videobeweis, um eine Ecke wegen Körperspiels einer Neuseeländerin zu bekommen. Man sah auch, dass Thompson den Ball an die Hüfte bekam. Und so gab es die letzte Ecke der Partie. Doch dieses Mal blieb der Ausgleichstreffer in letzter Sekunde aus, der gegen Australien im Viertelfinale noch das Penaltyschießen gebracht hatte, denn Müllers flachen Schrubber hielt Rutherford und dann wurde der Nachschussversuch von Mävers wegen Stockfouls abgepfiffen.

 

Tore:

0:1 Kirsten Pierce (8.)

0:2 Liz Thompson (KE, 25.)

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1:2 Eileen Hoffmann (36.)

 

Strafecken:

GER 4 (ein Tor) / NZL 5 (ein Tor)

 

Grüne Karten:

Julia Müller (52.) / Petrea Webster (33.)

 

Schiedsrichter:

Soledad Iparraguirre (ARG) / Irene Presenqui (ARG)

 
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Spieltermine Deutschland
Samstag, 05.12.2015 - 20:30
    » NED - GER   5:1 (2:1)
Sonntag, 06.12.2015 - 18:15
    » GER - KOR   1:1 (0:0)
Mittwoch, 09.12.2015 - 16:45
    » GER - NZL   1:3 (0:1)
Donnerstag, 10.12.2015 - 22:30
    » AUS - GER   3:4 n.PSO (2:2, 2:0)
Samstag, 12.12.2015 - 20:30
    » GER - NZL   1:2 (0:2)
Sonntag, 13.12.2015 - 20:30
    » CHN - GER   2:6 (1:4)

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