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09.04.2009 - Das Präsidium des Deutschen Hockey-Bundes ist bei der Suche nach einem Kandidaten für den neuen Vorsitz der Kommission für Schiedsrichter- und Regelfragen (KSR), dem obersten Gremium des Schiedsrichterwesens im deutschen Hockey, fündig geworden. Nachdem der Hamburger Jan-Jochen Rommel frühzeitig avisiert hatte, dass er zum Bundestag 2009 in Leipzig für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stehen werde, hatte man nach einem geeigneten Nachfolger Ausschau gehalten. Der Krefelder Michael von Ameln, der sich seit Jahren unter anderem als Schiedsrichterreferent im Bundesjugendausschuss sowie als Schiedsrichter-Ausbilder im WHV und als Mitglied der KSR engagiert, war sofort in der engeren Wahl, er lehnte aber mit Verweis auf seine eigene noch aktive nationale und internationale Schiedsrichterkarriere erst einmal ab.
„Es war dann ein längerer Prozess, in dem ich mich habe überzeugen lassen, dieses Amt zu übernehmen“, erzählt der 37-jährige Familienvater. „Und ich tue das auch nur unter der Bedingung, dass ich weiter aktiv pfeifen kann, denn ich fühle mich noch absolut zu jung, um ausschließlich als Funktionär zu wirken. Klar weiß ich, dass es zu Konflikten führen kann, wenn ich weiter in der deutschen Spitze mitpfeifen möchte, aber deshalb werden Nominierungsentscheidungen auch ausschließlich von denen in der KSR getroffen, die selbst nicht mehr aktiv sind.“
DHB-Präsident Stephan Abel sagt: „Michael von Ameln mag bei manchen nicht als bequemster Kandidat für dieses Amt gelten, aber er steht für die Fortschritte und Reformen im deutschen Schiedsrichterwesen. Und ich habe lieber einen KSR-Vorsitzenden, der auch mal Kritik offen äußert oder Kritik auf sich zieht, aber der dafür total aktiv an der Gestaltung des deutschen Hockeys mitarbeitet. Deshalb ist er der Kandidat, den wir für dieses Amt vorschlagen möchten, wenn wir beim Bundestag in Leipzig als Präsidium wiedergewählt werden.“
Von Ameln weiß um die große Bedeutung der anstehenden Aufgaben für die KSR. Es sollen zukünftig verstärkt die Schiedsrichter im Alter von 25 bis 30 Jahren im Fokus stehen, wenn es um die Weiterentwicklung und den Aufbau für internationale Aufgaben geht. Die über 30-Jährigen, die jetzt noch in den internationalen Kadern stehen, würden selbstverständlich weiter eingesetzt werden, so von Ameln, aber man wolle sich nun in der Ausbildung und Nominierung für internationale Aufgaben klar auf die Jüngeren konzentrieren. Der Schiedsrichter-Entwicklungsplan, der ohnehin weitgehend von Michael von Ameln und seinem KSR-Kollegen Carsten Moeser verfasst wurde, soll weiter mit Hochdruck umgesetzt werden.
Der designierte KSR-Vorsitzende benennt dabei auch die große Verantwortung, die durch die Investitionen der Vereine und des DHB entstehen. „Die Vereine steuern in drei Jahren rund 180.000 Euro bei. Die brauchen wir zwar auch dringend, aber wir müssen auch sehr verantwortlich damit umgehen, wenn wir sie für die Ausbildung ausgeben.“ Die Transparenz für die Vereine sieht von Ameln durch den Vereinsvertreter gegeben, der in der KSR sitzt. Dieser dürfe zwar zum Beispiel keine Details über die internen Rankings der deutschen Schiedsrichter an die Vereine weiter geben, weil damit eventuell das Ansehen und die Autorität eines Schiedsrichters bei den Teams beschädigt würde, aber er habe dort volle Einsicht und könne daher garantieren, dass Ansetzungen und Nominierungen nach gerechten Kriterien geschehen.
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